Jakob Preisger

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Jakob Preisger (* in Dippoldiswalde; † 1594 in Würzburg) [1] war Buchbinder in Würzburg und Hofbuchbinder des Fürstbischofs Julius Echter von Mespelbrunn.

Leben und Wirken

1576 erwarb er das Bürgerrecht in Würzburg, wo er bis zu seinem Tod tätig war. Für Julius Echter arbeitete er bis 1578, 1580 bis 1585 und dann wieder um 1590. Neben seiner Tätigkeit als Hofbuchbinder hatte er ein florierendes Privatgeschäft, auch als Buchhändler, da er 1577 den Laden „Auf den Greden“ am Dom St. Kilian von Gregor Schenk erworben hatte. Seine Kunden waren das Fürstliche Archiv, die Jesuiten, der Rat der Stadt, Privatleute.

Neben der Großen Kiliansplatte, die ihm die Hofbbibliothek für den Schmuck ihrer Einbände zur Verfügung stellte, verwendete Preisger eigene Rollen mit seinen Initialen I P.

Nach seinem Tod führte sein Mitarbeiter Kaspar Werenberg die Werkstatt fort.

Quellen und Literatur

  • Abklatsch, Falz und Zwiebelfisch: 525 Buchdruck und Bucheinband in Würzburg. Ergon, Würzburg 2004. ISBN-10: 3899133668
  • Alfons Schott: Julius Echter und das Buch. Phil. Diss. Würzburg 1953
  • Heinrich Endres: Jakob Preisger, der Würzburger Meister JP. In: Archiv für Buchbinderei 43 (1943), S. 25-27

Einzelnachweise

  1. Alfons Schott: Julius Echter und das Buch. Phil. Diss. Würzburg 1953. S. 35.