Haus Hufnagel (Frickenhausen am Main)

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Haus Hufnagel am Babenbergplatz in Frickenhausen am Main
Aufsatz mit Medaillons über dem Fenster links der Freitreppe

Das Haus Hufnagel ist ein denkmalgeschütztes Gebäude in der Marktgemeinde Frickenhausen am Main.

Lage

Das historische Gebäude befindet sich am Babenbergplatz 1.

Geschichte

Die barocke Bauform des Hauses lässt auf einen vermögenden Erbauer aus dem Adel oder kirchlichen Bereich schließen. Das Wappen über dem Fenster links der Freitreppe zeigt ein weißes Lamm, das eine gelbe Fahne mit weißem Kreuz im rechten Vorderlauf festhält. Dieses Motiv ist auch am Prioratsgebäude des ehemaligen Klosters Tückelhausen in der gleich Ausführung zu sehen, hier allerdings seitenverkehrt. Es kann daher angenommen werden, dass das Gebäude einst von diesem Kloster erbaut wurde, zumindest aber zeitweilig sich in seinem Besitz befand. [1]

Alle Detailformen, von den Sockelprofilen bis zum Traufgesims und nicht zuletzt die Konstruktionsweise des Dachstuhls, lassen sich auf Joseph Greising zurückführen und belegen seine Rolle als Architekt des Klosters Tückelhausen. Es darf angenommen werden, dass Greising das Haus zwar nicht selbst errichtete, aber sehr wahrscheinlich Pläne und Risse geliefert hat. Hierfür sprechen die äußere und innere Gestaltung des Gebäudes, die zwar nicht die Feinheit in der Gliederung und Ausführung Greisingscher Bauten aufweist, aber deutlich auf deren Nachahmung hindeuten.

Baubeschreibung

Das Gebäude ist ein zweigeschossiger Walmdachbau in Ecklage mit Pilastergliederung aus den Jahren 1713/14 in barockem Baustil. Das Portal mit Treppenpodest hat einen korbbogigen Abschluss. Über dem Fenster links der Freitreppe trägt ein Aufsatz, den zwei Löwen flankieren, oberhalb von zwei Medaillons die Jahreszahl 1714.

Heutige Nutzung

Das Gebäude wird als Wohnhaus genutzt.

Siehe auch

Quellen und Literatur

  • Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege, Baudenkmäler in Frickenhausen am Main, Nr. D-6-79-131-30
  • Josef Bätz: Frickenhausen am Main - Illustrierte Chronik eines Winzerdorfes. Frickenhausen am Main 2013, S. 136 ff.
  • Johannes Mack: Der Baumeister und Architekt Joseph Greissing (Quellen und Darstellungen zur fränkischen Kunstgeschichte XVI), Würzburg 2008, S. 379 u. 636

Weblinks

Hinweise

  1. Das Kloster Tückelhausen verfügte vermutlich bis 1803 (Säkularisation) über Weinbergflächen als Lehen des Domkapitels Würzburg in Frickenhausen.

Kartenausschnitt

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