Deutsches Orthopädisches Geschichts- und Forschungsmuseum

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Das Deutsche Orthopädische Geschichts- und Forschungsmuseum war zwischen 1959 und 1995 in Würzburg beheimatet.

Geschichte[Bearbeiten]

Anlass der Gründung des Deutschen Orthopädischen Geschichts- und Forschungsmuseums sowie des gleichnamige Fördervereins war 1959 der damalige Orthopädenkongress in Würzburg. Hier entstand 1816 die erste Heilanstalt für Verkrümmte und nur 20 Jahre später wurden bereits korrigierende Knochenoperationen durchgeführt. Deutschlands einziges Museum zum Thema Orthopädie wurde auf Anregung von Prof. Georg Hohmann gegründet. In den folgenden Jahrzehnten war das Museum in der Orthopädischen Universitätsklinik König-Ludwig-Haus untergebracht. Unter der Leitung von Klinikdirektor Prof. Dr. August Rütt und vielen ehrenamtlichen Mitarbeitern gelang es, die Bestände weiter auszubauen. Voraussetzung dafür waren Spenden, die Schenkung von Nachlässen und die Unterstützung der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Traumatologie.

Exponate[Bearbeiten]

Das orthopädische Museum gibt Einblicke in

  • die Geschichte des menschlichen Körpers
  • seinen Wandel im Laufe des Lebens (Alterungsprozesse)
  • Erkrankungen der Bewegungsorgane
  • die Behandlung aus historischer und aktueller Sicht
  • die Versorgung mit Prothesen
  • die Geschichte der Orthopädie und ihren Vorläufern als wissenschaftliche Disziplin
  • die Sozialgeschichte der „Krüppelfürsorge“

Das orthopädische Museum versteht sich als wissenschaftliches Fachgedächtnis. Es ist ein Ort der Erforschung, Dokumentation und Bewahrung der Geschichte der Orthopädie und ihrer angrenzenden Gebiete.

Das orthopädische Museum sammelt und erhält

  • Gegenstände und Hilfsmittel, die der Vorbeugung und Behandlung von Erkrankungen oder Veränderungen des menschlichen Körpers dienen oder gedient haben
  • Endoprothesen, Implantate und anatomische Präparate
  • Bücher, Zeitschriften, Grauschriften, Werbe-, Bild- und multimediales Material zur Orthopädie, Medizin- und Institutionengeschichte
  • Dokumente, Handschriften und Nachlässe

Umzug nach Frankfurt[Bearbeiten]

Aus Platzgründen wurde das Museum 1995 nach Frankfurt verlegt, wo es am 6. Juni 1998 in den Räumen der Orthopädischen Universitätsklinik „Friedrichsheim“ wiedereröffnet wurde.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]