Ehemalige Torhäuser (Riedenheim)

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Katasterplan (1832) mit den drei ehemaligen Torhäusern in Riedenheim

Die ehemaligen Torhäuser in Riedenheim waren Teil der Befestigungsanlage des Ortes im Ochsenfurter Gau.

Geschichte[Bearbeiten]

Riedenheim hatte drei Torhäuser, die Ende des 16. Jahrhunderts während der Regierungszeit von Fürstbischof Julius Echter von Mespelbrunn samt Wall, Graben und Hecken um das Dorf errichtet wurden. Es waren dies das Stalldorfer Tor, das Gelchsheimer Tor und das Oberhausener Tor.

Stalldorfer Torhaus[Bearbeiten]

Wappenstein und Rundbogen des ehemaligen Stalldorfer Torhauses

Nur vom Stalldorfer Tor sind Fotos erhalten. Bei einem Manöver in den 1960er Jahren wurde das Gebäude irreparabel beschädigt und danach als letztes der drei Torhäuser abgerissen. Der erhaltene Wappenstein wurde auf Veranlassung von Bürgermeister Edgar Roth im Jahre 2000 am Standort des ehemaligen Torhauses aufgestellt. Die Tafel und der eingemauerte Rundbogen sind die „letzten“ Zeugen dieses Torhauses.

Bildergalerie[Bearbeiten]

Inschriftentafel (Wappenstein)[Bearbeiten]

Wappenstein des ehemaligen Stalldorfer Torhauses mit Wappen von Fürstbischof Julius Echter von Mespelbrunn
Im oberen Profilrahmen: ANNO DOMINI 1610 [1]
Darunter müsste es heißen:
ENDRES PLEDNER KELLER IM AMPT (IN)
RÖTTINGEN VND REIGELSBERG

CONRAD KINTZ
INGER SCHUL
TEIS VND RICH
TER

VEIT NECK
ERMANN VND
IORG VOLCK BURGE
MEISTER

Riedenheim Stalldorfer Tor Wappenstein Echter-Wappen 20190825.jpg

[2]. ADAM WEIS
VON BUCH
M. PHILIP SVMMER
VON NEUBRVN

M. IOBST PHILIP
ZU RIEHDEN [3] MEUERER
GEORGIUS DE ... DIRECTOR [4]

ES IST VMSONST DER WECHTER HVTH
WAN GOTT DAS HAUS NICHT BEWAHREN TVHT
(Es ist umsonst der Wächter Hut, wenn Gott das Haus nicht bewahren tut.)

Gelchsheimer Torhaus[Bearbeiten]

Wappenstein des ehemaligen Gelchsheimer Torhauses

Diese Torhaustafel ließ im Jahre 2000 ebenfalls Bürgermeister Edgar Roth am ehemaligen Standort des Gelchsheimer Torhauses aufstellen. Der Wappenstein ist der „letzte Zeuge“ des ehemaligen Torhauses. Fotoaufnahmen hierzu existieren nicht.

Inschriftentafel (Wappenstein)[Bearbeiten]

Wappenstein des ehemaligen Gelchsheimer Torhauses mit Wappen von Fürstbischof Julius Echter
Die Inschrift im oberen Bereich des profilierten Rahmens lautet: KILIAN LANDTMANN KELLER
Darunter im Inschriftenfeld des Wappen- und Inschriftensteins:

IN ROT-
UND RE-

ANNO

Riedenheim Gelchsheimer Tor Wappenstein Echter-Wappen 20190825.jpg

TINGEN
GELSBERG

1600 [5]

CONRAD KINTZINGER
DER ZEIT SCHVLTHES VND
RICHTER
HANS SCHMID   PETER
SPENKUCH BVRGERMEISTER

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Die Wappensteine sind in der Liste der Baudenkmäler in Riedenheim des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege unter der Denkmal-Nr. D-6-79-179-59 eingetragen.

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  • Informationen des Archäologischen Spessart-Projekts e.V.

Weblinks[Bearbeiten]

Erläuterungen[Bearbeiten]

  1. Baujahr des Stalldorfer Torhauses
  2. M könnte Meister bedeuten, da unten der Beruf angeführt ist (Meuerei)
  3. wohl Riedenheim
  4. der „Georgius de ???“ konnte leider noch nicht identifiziert werden! Vielleicht war es der Amtmann oder ein „Baudirektor“ des Fürstbischofs Julius Echter.
  5. Baujahr des Gelchsheimer Torhauses

Kartenausschnitt[Bearbeiten]

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