Curt C. Silberman

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Dr. Dr. Curt Charles Silberman (geboren als Kurt Leo Silbermann) (* 23. Mai 1908 in Würzburg; † 9. September 2002 in Livingston/New Jersey (USA)) war Jurist, Rechtsanwalt und beteiligt an den Nachkriegsverhandlungen der Jewish Claim Conference.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Nach dem Abitur am Realgymnasium studierte er an Jura an der Universität Würzburg, sowie in München und Berlin. 1931 promovierte er Summa cum laude in Würzburg und absolvierte das Referendariat in Würzburg und Ingolstadt. Seine Zulassung vor Gericht wurde ihm 1933 durch das NS-Regime verwehrt. Ab 1933/34 war Silberman einer von wenigen zugelassenen Wirtschafts- und Devisenberatern für jüdische Auswanderer in Bayern und Berater des Verbandes Bayerischer Israelitischer Gemeinden. Ab 1935 war er Mitglied im Vorstand der Israelitische Kultusgemeinde in Würzburg. Im Novemberpogrom wurde er inhaftiert und nach drei Tagen entlassen zur Organisierung der Emigration von KZ-Häftlingen des Pogroms.

Auswanderung in die USA[Bearbeiten]

Nach seiner Heirat 1937 mit Else Kleemann aus Würzburg wanderte er nach New Jersey aus, von wo er sich weiter um das Wohlergehen ausgewanderter Juden aus Europa und deren Integration in die neue Welt stark engagierte. Ab 1939 wirkte er als Berater für jüdische Einwanderer in die USA. Daneben bildete er sich in der amerikanischen Kommunalverwaltung weiter und begann ein erneutes Promotionsstudium der Rechtswissenschaften zwischen 1943 und 1947 an der Rutgers University. 1948 erhielt er seine Zulassung als Rechtsanwalt, 1954 als Counsellor At Law und 1957 an den Obersten Gerichtshof in Washington, DC. Mehrfach folgte er einer Einladung der deutschen Bundesregierung mit Unterstützung des amerikanischen Außenministeriums und war Festredner, auf Einladung der Juristischen Fakultät anläßlich der 400-Jahr-Feier der Julius-Maximilians-Universität Würzburg im Jahr 1982.

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

Nachruf auf Curt C. Silberman in der New York Times vom 11. September 2002

Weblinks[Bearbeiten]