BayDat

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BayDat ist die bayerische Dialektdatenbank, die Sprachatlasdaten aus ganz Bayern zusammenfasst, speichert und abrufbar macht.

Basisdaten

1984 begannen Sprachwissenschaftler an der Universität Augsburg mit der Erhebung von Dialektdaten für das groß angelegte Forschungs- und Dokumentationsprojekt Sprachatlas von Bayerisch-Schwaben (SBS). 1986 folgte die Universität Bayreuth mit den Vorbereitungen für den Sprachatlas von Nordostbayern (SNOB) . Unter Einbeziehung von Kollegen aus weiteren bayerischen Universitäten entstand auch der Sprachatlas von Unterfranken (SUF) an der Universität Würzburg. Sechs Sprachatlasprojekte bildeten gemeinsam den Forschungsverbund Bayerischer Sprachatlas (BSA), der von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und dem Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst finanziert wurde.

Die Würzburger BayDat

Über eine dynamische Datenbankabfrage konnte ab 2007 das vorhandene Material auf unterschiedliche Art und Weise öffentlich abgefragt werden. Die große Datenmenge von ca. vier bis fünf Millionen Datensätzen war in einer Oracle-Datenbank gespeichert, sodass Belege über gezielte Abfragen selektiert werden konnten. BayDat unterschied sich daher grundlegend von der Veröffentlichung des Bayerischens Sprachatlas, da das Material in Listen geliefert wurde, die die einzelnen Belege der Befragungsorte zu einem bestimmten Phänomen enthielten. Über die reine Belegabfrage hinaus gab es für Forschende, Studierende, aber auch für interessierte Laien die Möglichkeit, sich Karten nach ihren eigenen Vorstellungen zu erstellen. Hierfür stellt das UDI nach wie vor auf seiner Homepage die sogenannten Grundkarten der jeweiligen BSA-Projekte zur Verfügung.

Zentralhosting und Umzug nach München

Für eine kontinuierliche Software-Aktualisierung und permanente Datenpflege fehlten sowohl die Mittel als auch das Personal. Aus diesem Grund zog BayDat im Januar 2019 vom Rechenzentrum der Julius-Maximilians-Universität Würzburg an die Bayerische Akademie der Wissenschaften nach München. Im Rahmen dieses Umzugs wurden umfangreiche Umstrukturierungen und Optimierungen der Datenbasis vorgenommen. Die Weboberfläche wurde vollständig neu entwickelt und präsentiert sich seither in neuem Gewand. Auch die zugrundeliegende Datenbank wurde neu konzipiert, allerdings unter Beibehaltung der ursprünglichen Struktur, die lediglich erweitert, optimiert und technisch modernisiert wurde. Seit Juli 2019 sind auch die Scans des Sprachatlas von Unterfranken eingebunden.

Siehe auch

Weblinks