Arnold Friedrich Ritter von Mieg

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Arnold Friedrich Ritter von Mieg war (* 21. Januar 1778 in Heidelberg, † 7. Januar 1842 in Frankfurt/Main) war Ministerialrat, Politiker und Diplomat.

Familiäre Zusammenhänge[Bearbeiten]

Von Mieg wurde 1778 in eine adlige rheinländische Familie geboren. ein Vater Benedikt Friedrich Albert von Mieg war Administrationsrat und Kassier.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Er studierte unter anderem in Heidelberg Philosophie und Jura. Er wollte eine diplomatische Laufbahn einschlagen. Er begann als Gehilfe des pfalz-zweibrückischen Komitialgesandten beim Rastatter Kongreß, Aloys Gf. v. Rechberg. Die Regierungsübernahme des Herzogs von Zweibrücken 1799 in München führte von Mieg zunächst als Legationssekretär bei der bayerischen Gesandtschaft nach Wien. 1806 wechselte er als Gubernialrat in das neu errichtete Generalkommissariat des Innkreises, wo er bis zum Kanzleidirektor aufstieg. 1810 wechselte er als Kanzleidirektor nach Salzburg.

Wirken in Würzburg[Bearbeiten]

1816 wurde er Regierungsdirektor bei der königlichen Regierung Unterfrankens in Würzburg. Er setzte sich vor allem für ein gutes Verhältnis zwischen der Stadt Würzburg und der Regierung von Unterfranken ein. 1823 kehrte er als Ministerialrat beim Innenministerium nach München zurück, setzte sich aber weiterhin für die Belange von Würzburg ein und wurde dafür 1824 zum Ehrenbürger ernannt.

Weiteres politisches Wirken[Bearbeiten]

1826 übernahm er die Stelle als Regierungsrat und Generalkommissar des Rezatkreises in Ansbach. Die Berufung zum Verweser des Finanzministeriums als Nachfolger von Joseph Ludwig Graf von Armansperg Anfang 1832 bedeutete den Höhepunkt der politischen Karriere von Miegs.

Im Februar 1833 reiste von Mieg im Auftrag der Königreiche Bayern und Württemberg nach Berlin, um über den Zusammenschluss des süddeutschen und preußisch-hessischen Zollverein zu verhandeln. Unter anderem durch seine Verhandlungsführung konnte im März 1833 der schnelle und erfolgreiche Abschluss des Vertrages zum Deutschen Zollverein gefeiert werden. Da er bei einigen Zusagen seine Kompetenz überschritt kam es zu Spannungen mit König Ludwig I. von Bayern. Von Mieg trat daraufhin im April 1833 vom Ministeramt zurück und ging als bayerischer Gesandter an den Bundestag nach Frankfurt. Bis zu seinem Tode bekleidete er diese Position, wobei weitere diplomatische Missionen hinzutraten. Im Januar 1834 wurde er als bayerischer Bevollmächtigter zu den Wiener Ministerkonferenzen geschickt, wo er erfolgreich Metternichs Plänen zur Einrichtung eines Bundesgerichtes sowie der Aufstellung des Grundsatzes, Bundesrecht gehe vor Landesrecht, entgegenarbeitete.

Ehrenamtliches Engagement[Bearbeiten]

Von 1820 bis 1823 war Ritter von Mieg Vorsitzender der Harmonie-Gesellschaft.

Ehrungen und Auszeichnungen[Bearbeiten]

Laut Ratsprotokoll vom 19. Dezember 1823 schlug der Bürgermeister von Mieg zur Verleihung der Ehrenbürgerwürde vor. Diese sollte er „...für seine nochmal zum Besten des städtischen Interesses wirksam eingetretene Vermittlung...“ (Ratsprotokoll vom 19.12.1823). Der Gemeindebevollmächtigte und die Regierung stimmten 1824 zu.

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]