Alfred van Nüß

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Alfred van Nüß (* 5. Mai 1898 in Würzburg; † 11. Juni 1961 in Bad Brückenau) war Ökonom, Fachbuchautor und deutscher Schachmeister.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Alfred van Nüß promovierte 1922 an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg mit einer Schrift über „Die Tantieme des Vorstands und des Aufsichtsrates der Aktiengesellschaft“. 1923 ließ er sich als Kaufmann in Düsseldorf nieder.

Sportliche Laufbahn[Bearbeiten]

1923 trat er dem Düsseldorfer Schachverein von 1854 bei und gewann bereits 1926 in Kaiserslautern die Rheinmeisterschaft. 1928 erreichte er ein 1:1 gegen den Amateurweltmeister dieses Jahres, Max Euwe, im „Hollandkampf“ des Rheinisch-Westfälischen Schachverbandes gegen den Niederländischen Schachbund.

Sportliche Erfolge[Bearbeiten]

Seinen größten Erfolg feierte er 1928 beim internationalen Turnier in Dortmund. Hier besiegte er den damaligen Weltmeisterschaftskandidaten Efim Bogoljubow und teilte am Ende mit Rudolf Spielmann den 6./7. Platz unter neun Teilnehmern.

Schriftsteller[Bearbeiten]

Alfred van Nüß zog sich dann vom praktischen Spiel mehr und mehr zurück und wirkte als Schachlehrer und -schriftsteller in Düsseldorf („48 Schachprobleme“, Berlin 1930; „Neues Schachlehrbuch“, Berlin 1933). Nach Rückkehr 1946 aus französischer Kriegsgefangenschaft siedelte er sich in Bad Brückenau an, wo er eine Broschüre über Canasta (Minden 1951) schrieb.

Nach „chessmetrics“ erreichte er seine beste historische ELO-Zahl [1] 2534 im August 1928.

Literatur[Bearbeiten]

  • Elke Hahnen, Friedrich-Karl Hebeker, Erich Noldus: Chronik des Düsseldorfer Schachvereins 1854. Eigenverlag, Düsseldorf 2006, 152 S.
  • Friedrich-Karl Hebeker: Ein Leuchtturm in schwieriger Zeit - Alfred van Nüß und die Düsseldorfer Jahre 1923-1932. KARL, Heft 1/2011, S. 35–39

Hinweise[Bearbeiten]

  1. Informationen zur „historischen ELO-Zahl“ bei Wikipedia [1]

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