Öpflblootz

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Belegen des Hefeteigs mit Apfelspalten

Der Öpflblootz (Apfelblootz) ist eine auf Hefeteig basierene Apfelkuchenart, die gerne von unterfränkischen Hausfrauen im Herbst und Winter selbst gebacken wird. Manche nehmen auch einen Mürbteig oder Rührteig als Basis des Kuchens.

Namensgeber

Traditionell wurde der Blootz am Backtag „nebenher“ gebacken – wenn eben noch Blootz (Platz) war im Holzofen, behauptet eine volkstümliche Herleitung des Wortes. Blootz (= „Platz“, auch Blaatz geschrieben) ist unter anderem im Fränkischen eine Art Fladen bzw. ein flaches Hefegebäck. Wahrscheinlich ist die Bezeichnung des dünnen, „platten“ Kuchens mit den Wörtern Plätzchen und platt verwandt. [1] [2]

Inhalt und Zubereitung

Aus Mehl, Hefe, Zucker, Milch, Salz, weicher Butter und dem Ei einen süßen Hefeteig zubereiten und gehen lassen. Den Teig ausrollen und fächerförmig mit Apfelspalten einer mürben Apfelsorte (Backapfel) belegen. Darüber streut man je nach Geschmack eine Handvoll Rosinen (auch gerne vorher in Rum eingelegt, wenn keine Kinder mitessen). Wenn man den Blootz vor dem Backen mit Puderzucker bestreut, werden die Äpfel leicht karamellisiert. Nun den Blootz in ca. 45 Minuten bei 180 - 200°C im Backofen backen (abhängig von der verwendeten Apfelsorte und der Größe der Apfelspalten).

Passendes Getränk

  • Kaffee oder Tee

Beilage

  • Schlagsahne
  • Zimt zum Bestreuen (nicht vor dem Backen darauf geben, sonst verbrennt der Zimt)

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Friedrich Kluge: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache, Walter de Gruyter, 21. Aufl., Berlin und New York 1975, S. 555 („Platz“²: „platzbecke“ = Fladenbäcker)
  2. Wikipedia-Artikel „Ploatz“