Ölbergkapelle (Randersacker)



Die Ölbergkapelle ist ein Baudenkmal in der Marktgemeinde Randersacker.
Lage
Die Ölbergkapelle schließt sich unmittelbar an die Südseite des Turmes der katholischen Pfarrkirche St. Stephanus am Kirchplatz an.
Geschichte
Die Figuren mit der zugehörigen Brüstung weisen gotische Stilmerkmale auf. Sie sind älter als die Kapelle selbst und wurden zweitverwendet: Ursprünglich gehörten sie zu einem früheren Bauwerk auf dem angrenzenden Friedhof.
Im Frühjahr 2025 wurden erste Untersuchungen durchgeführt, bei denen insbesondere der Zustand der Putze und der Malereien begutachtet wurde. Der optische Gesamteindruck war als sehr schlecht zu bezeichnen. Im Frühsommer 2025 begann die Restaurierung, die vom ortsansässigen Restaurator Christoph Schädel durchgeführt wurde: Schmutz entfernen, Putz erneuern, Malereien retuschieren und farblich rekonstruieren, Wände, Figuren sowie Balustrade reinigen und neu streichen. Die Gesamtkosten der Maßnahme betrugen nach der Schlussrechnung 22.865,62 Euro. Diese wurden durch Zuschüsse der Diözese Würzburg (8.000,- Euro), der Marktgemeinde Randersacker (5.000,- Euro), des Landkreises Würzburg (2.050,- Euro) und der Unterfränkischen Kulturstiftung (2.050,- Euro) sowie durch zwei großzügige zweckgebundene Privatspenden (in Höhe von jeweils ca. 2.000,- Euro) finanziert. Das verbliebene Defizit (ca. 1.500,- Euro) wurde durch die Spende des Katholischen Frauenbundes ausgeglichen.
Namensgeber
Die Szenerie Jesus am Ölberg im Garten Gethsemane nach dem letzten Abendmahl ist in drei Evangelien des Neuen Testaments beschrieben. [1]
Baubeschreibung
„Ölbergkapelle, kleiner Massivbau mit Satteldach, Volutengiebel und Bossenqauderung, mit Ölberggruppe, bezeichnet 1598.“
Ausstattung
Die Sandstein-Figurengruppe, von einem unbekannten Meister geschaffen, lässt sich zeitlich nicht genau einordnen, könnte aber schon Ende des 14. Jahrhunderts entstanden sein. An der Decke finden sich noch Reste einer Malerei, die vier Evangelisten darstellend. An der Bogenwand ist eine Girlande aus der Renaissancezeit erhalten.
Siehe auch
Quellen und Literatur
- Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege, Baudenkmäler in Randersacker, Nr. D-6-79-175-51
- Rudolf Hofmann: Pfarrkirche Randersacker. Hrsg.: Katholisches Pfarramt Randersacker, 1989, S. 4
- Tobias Fuchs: Renovierung des Ölbergs an der Pfarrkirche Randersacker. In: Pfarrbrief der Untergliederung Würzburg Süd. April 26, S. 25.
- Sebastian Haas: Schlafende Jünger, Engel und Kelch. In: Würzburger katholisches Sonntagsblatt Nr. 7 vom 29. März 2026, S. 32.
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Quellen: Markus 14,32-42, Matthäus 26,36-46, Lukas 22,40-46
