Konstantin von Gebsattel

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Konstantin Wilhelm Hartmann Heinrich Ludwig Freiherr von Gebsattel

Konstantin Wilhelm Hartmann Heinrich Ludwig Freiherr von Gebsattel (* 13. Februar 1854 in Würzburg; † 10. Mai 1932 in Linz) war ein bayerischer General der Kavallerie, Inspekteur der Kavallerie sowie alldeutsch-völkischer Agitator.

Familiärer Hintergrund[Bearbeiten]

Konstantin von Gebsattel wurde als Sohn von Viktor Emil Freiherr von Gebsattel (1826–1874), Königlich bayerischer Kämmerer und Hofmarschall von Amalie von Griechenland, und Emma geb. Freiin von Guttenberg (1821–1859; ⚭ 1852) im Guttenberger Hof zu Würzburg geboren und streng katholisch erzogen.

Militärischer Werdegang[Bearbeiten]

Nach dem Besuch von Privatschulen und Lateinschulen in Münnerstadt und Bamberg sowie des Münchner Ludwigs-Gymnasiums und der dortigen königlich-bayerischen Pagerie (ab 1867) trat Konstantin von Gebsattel am 20. August 1872 in das 1. Ulanen-Regiment der Bayerischen Armee ein.

In den 1890ern diente Konstantin von Gebsattel im 1. Ulanen-Regiment. Am 11. November 1896 wurde Konstantin von Gebsattel Major. Am 19. September 1900 wurde er Oberstleutnant, 1906 Generalmajor und am 26. Juni 1908 Generalleutnant.

Am 3. März 1910 schied Konstantin von Gebsattel, zuletzt Kommandeur der 1. Kavallerie-Brigade in München, aus Krankheitsgründen aus dem aktiven Dienst aus und wurde zur Disposition gestellt.

Alldeutscher Verband[Bearbeiten]

Am 12. April 1914 kam Gebsattel in die Hauptleitung des Alldeutschen Verbands, in dem er im Oktober nach dem Tod von Alfred Breusing (1853–1914) dessen Posten als stellvertretender Vorsitzender übernahm. Im Alldeutschen Verband arbeitete er von Anfang an darauf hin, dessen Aktivitäten antisemitisch auszurichten, was anfangs noch nicht gelang.

Zu Beginn des Krieges Ende August 1914 warb er für die alldeutschen Kriegsziele, die u. a. die Vertreibung der Bewohner der zu annektierenden russischen Gebiete vorsah. Auch radikalisierte sich während des Kriegs Gebsattels völkisches Denken. Für sein antisemitisches Anliegen warb Gebsattel zu dieser Zeit auch am bayerischen Hof. Im Alldeutschen Verband übernahm Gebsattel vom 1. September bis zum 15. Oktober 1919 als Leitender Vorsitzender die Geschäfte der Hauptleitung.

Siehe auch[Bearbeiten]

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