Heinrich II.

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König Heinrich II.

Heinrich II. (* 6. Mai 973 oder 978; † 13. Juli 1024 in Göttingen) war als Heinrich IV. von 995 bis 1004 und wieder von 1009 bis 1017 Herzog von Bayern, vom 7. Juni 1002 bis zu seinem Tod König des Ostfrankenreiches , ab 1004 König von Italien und am 14. Februar 1014 wurde er von Papst Benedikt VIII. zum römisch-deutschen Kaiser gekrönt.

Familiäre Zusammenhänge[Bearbeiten]

Als Sohn des bayerischen Herzogs Heinrich der Zänker, war er Urenkel Heinrichs I. und stammte somit aus der bayerischen Nebenlinie der Ottonen.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Heinrich kam zur Erziehung nach Freising und in die Klosterschule von Hildesheim und sollte, wohl auf Anweisung von König Otto II. aus der Erbfolge ausgeschaltet und auf den geistlichen Stand vorbereitet werden. Weitere Studien folgten im Kloster St. Emmeram in Regensburg.

Herzog in Bayern[Bearbeiten]

Nach dem Tod seines Vaters übernahm er als Heinrich IV. 995 dennoch das Herzogtum Bayern, er sorgte sich engagiert um eine Erneuerung der Kirche und der Klöster. 998 begleitete er Kaiser Otto III. auf der Wallfahrt nach Rom und 1000 auf dessen Pilgerfahrt nach Gnesen - dem heutigen Gniezno. 1001 half er dem von den Römern umzingelten Kaiser Otto III. und brachte ihn zusammen mit Papst Silvester II. in Sicherheit.

Ostfränkischer König[Bearbeiten]

Anders als sein Vorgänger Otto III. konzentrierte sich Heinrich auf das Reichsgebiet nördlich der Alpen. Sein Hauptaugenmerk galt den Kriegen gegen den polnischen Herrscher Bolesław I. Chrobry. Drei Italienzüge dienten primär dem Erwerb der Kaiserwürde und der Etablierung seiner Herrschaft in diesem Teil des Imperiums. Er festigte das Reich durch eine engere personelle und politische Verflechtungen mit der Kirche.

Heinrichs Erbe[Bearbeiten]

Da Heinrichs Ehe mit Kunigunde kinderlos blieb, war Heinrich II. der letzte Herrscher der Liudolfinger. 1007 gründete Heinrich das Hochstift Bamberg und verkleinerte damit das Herrschaftsgebiet im Hochstift Würzburg.

Zeugnisse in Stadt und Landkreis[Bearbeiten]

Heinrich II. schenkt das Dorf Baldersheim im Jahr 1009 seinem Bistum Bamberg.

Heiligsprechung[Bearbeiten]

Im Jahr 1146 wurde Heinrich II. von Papst Eugen III. heiliggesprochen. Gedenktag ist sein Todestag, der 13. Juli.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]