Zwetschgeblootz

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Der Zwetschgeblootz ist eine auf Hefeteig basierene saisonale Obstkuchenart, die gerne von Würzburger Traditionsbäckereien im Frühherbst angeboten wird.

Namensgeber[Bearbeiten]

Traditionell wurde der Blootz am Backtag „nebenher“ gebacken – wenn eben noch Blootz (Platz) war im Holzofen, behauptet eine volkstümliche Herleitung des Wortes. Blootz (= „Platz“, auch Blaatz geschrieben) ist unter anderem im Fränkischen eine Art Fladen bzw. ein flaches Hefegebäck. Wahrscheinlich ist die Bezeichnung des dünnen, „platten“ Kuchens mit den Wörtern Plätzchen und platt verwandt. [1] [2]

Zutaten[Bearbeiten]

  • 400 g Mehl
  • 20 g Hefe
  • 250 ml Milch
  • 80 g Zucker
  • 80 g Butter
  • 1 Prise Salz
  • 2 kg fränkische Hauszwetschgen

Zubereitung[Bearbeiten]

Mehl in eine Schüssel geben und eine Mulde hineindrücken. In die Mulde nacheinander die zerbröckelte Hefe, die lauwarme Milch, Zucker und Salz geben. Alles gut durchmengen, dann die lauwarme Butter dazugeben, gut durchkneten (mit den Knethaken des Handrührers). Teig mit etwas Mehl bestäuben und an einem warmen Ort zugedeckt etwa 30 Minuten gehen lassen. Nochmals gut durchkneten und weitere 10 Minuten gehen lassen. Backblech leicht ausfetten und Teig ausrollen. Mit der Gabel Teig anstechen und an den Seiten leicht hochstreichen, dass sich ein Rand bildet. Für den Belag Zwetschgen waschen, entkernen, halbieren und einschneiden. Zwetschgenhälften- schindelartig mit der Schnittfläche nach oben auf den Teigboden nebeneinander setzen. Nun den Blootz 30 Minuten backen. Am Besten noch lauwarm verzehren.

Passende Toppings[Bearbeiten]

  • Schlagsahne
  • Zucker und Zimt zum Bestreuen (nicht vor dem Backen darauf geben, sonst verbrennt der Zimt)
  • Semmelbrösel oder Butterstreusel bei sehr feuchten Zwetschgen (zur Aufnahme der Restfeuchtigkeit)

Passendes Getränk[Bearbeiten]

  • Kaffee oder Tee

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Friedrich Kluge: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache, Walter de Gruyter, 21. Aufl., Berlin und New York 1975, S. 555 („Platz“²: „platzbecke“ = Fladenbäcker)
  2. Wikipedia-Artikel „Ploatz“