Sebastian Klembt

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Sebastian Klembt

Sebastian Klembt (* 1983 in Kiel) ist Inhaber des Lehrstuhls für Experimentelle Physik I (Experimentelle Quantenphotonik) an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg und forscht an der Schnittstelle von Photonik, Quantenmaterialien und mathematischer Topologie.

Leben und Wirken

Klembt wuchs in Bremen auf. Nach dem Abitur begann er zunächst ein Studium der Physik und Philosophie an der Universität Bremen, wechselte dann an die ETH Zürich in der Schweiz, wo er sein Physikstudium als Diplom-Physiker abschloss. Für seine Promotion kehrte er an die Universität Bremen zurück, an der er 2013 mit einer Arbeit über blaue Halbleiterlaser mit höchsten Auszeichnungen (summa cum laude) promoviert wurde.

Im Anschluss an seine Promotion wechselte Klembt als Postdoktorand nach Frankreich an das renommierte Institut Néel des Centre national de la recherche scientifique (CNRS) in Grenoble. Dort vertiefte er seine Forschung im Bereich der Halbleiterspektroskopie.

Professor in Würzburg

2015 wechselte Klembt an die Julius-Maximilians-Universität Würzburg, wo er eine Forschungsgruppe für Spektroskopie und topologische Photonik aufbaute. Von 2016 bis 2018 wurde er durch ein Marie-Skłodowska-Curie-Stipendium der Europäischen Union gefördert. Im Jahr 2020 wurde Klembt zum Juniorprofessor für Licht-Materie-Wechselwirkung und Topologische Photonik an der Universität Würzburg ernannt und in das Würzburg-Dresdner Exzellenzcluster ct.qmat (Complexity, Topology and Dynamics in Quantum Matter) eingebunden. Nach seiner Habilitation im Fach Physik im Jahr 2024 folgte er im November 2025 dem Ruf auf den Lehrstuhl für Experimentelle Physik I der Universität Würzburg, dessen Leitung er übernahm.

Forschung und wissenschaftliche Leistungen

Der Forschungsschwerpunkt von Klembt liegt auf der Erforschung starker Licht-Materie-Wechselwirkungen. Zu seinen bedeutendsten wissenschaftlichen Erfolgen gehört die Mitentwicklung und Realisierung sogenannter „topologischer Polaritonen“, welche 2018 in der Fachzeitschrift Nature veröffentlicht wurden. Zudem gelang seiner Forschungsgruppe im Jahr 2021 die Konstruktion des weltweit ersten topologischen Lasers aus vertikalen Resonatoren, was eine Publikation im Fachmagazin Science zur Folge hatte.

Siehe auch

Quellen

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