Paul Nützel

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Stadtpfarrer Paul Nützel

Paul Nützel (* 19. September 1930 in Schweinfurt; † 30. September 1999 in Würzburg), war katholischer Theologe und Stadtpfarrer der Pfarrei Heiligkreuz im Würzburger Stadtbezirk Zellerau.

Leben[Bearbeiten]

Paul Nützel in Schweinfurt im Sprengel der Pfarrei Heilig Geist geboren. Nach Schulzeit wollte er ursprünglich Musik oder Medizin studieren, entschied sich aber dann für das Theologiestudium an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Am 22. Juli 1956 wurde er von Bischof Julius Döpfner in der der St. Michaels-Kirche zum Priester geweiht. Nach seiner Primiz war er von 1956 bis 1958 war er Kaplan in Hösbach und Miltenberg, von 1959 bis 1963 Kuratus in Karlstadt am Main und von 1963 bis 1976 Ortspfarrer in Marktsteinach.

Wirken in der Zellerau[Bearbeiten]

1976 wurde er als Nachfolger von Ewald Brandstetter zum Stadtpfarrer der Pfarrei Heiligkreuz im Würzburger Stadtbezirk Zellerau berufen und übte dieses Amt bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand im Jahre 1998 aus. Neben dem seelsorgerischen Wirken und der Umsetzung der Liturgievorgaben des Zweiten Vatikanischen Konzils lagen Pfarrer Nützel insbesondere die Bewohner der Zellerau am Herzen. So schuf er zahlreiche Sozialeinrichtungen im Stadtbezirk, wie beispielsweise ein Tageszentrum für ältere Mitbürger oder kämpfte gegen Ungerechtigkeiten bei Armen, Sozialhilfeempfängern und Bewohnern mit Migrationshintergrund, die in den damals brisanten Sozialbrennpunkten Würzburgs lebten.

Aufgrund einer schweren Krankheit musste er schon vorzeitig sein Amt als hauptamtlicher Seelsorger aufgeben. Seinen kurzen Ruhestand verlebte er ab 1. April 1998 als Ruhestandspfarrer in Ottobrunn bei München.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Posthume Würdigung[Bearbeiten]

Für sein soziales und karitatives Engagement im Stadtbezirk Zellerau wurde ihm die Pfarrer-Paul-Nützel-Straße in diesem Stadtbezirk gewidmet.

Autor und Herausgeber[Bearbeiten]

Auch als Schriftsteller und Historiker hat sich Pfarrer Nützel betätigt:

  • „Gemeinschaft im Zeichen des Kreuzes - Schwierigkeiten und Chancen christlicher Gemeinden heute“ (Hrsg.), Echter Verlag Würzburg, 1988
  • „Marktsteinach: St. Bartholomäus“, Schnell & Steiner-Verlag, 1975

Literaturhinweis[Bearbeiten]

Die Fundstellen zu den biographischen Angaben entstammen der Klerikerdatenbank des Diözesanarchivs Würzburg.