Otto Schönberger

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Dr. Otto Schönberger (* 22. Februar 1926 in Dillingen/Donau) ist Pädagoge und Altphilologe und Schulleiter a.D.

Leben und Wirken

Schönberger wuchs in Dillingen auf, wo er auch das humanistische Gymnasium besuchte. Schon damals galt seine Passion den Sprachen. Während seiner Schulzeit lernte er Latein, Griechisch und Französisch. Inmitten des Zweiten Weltkrieges wurde er am 3. September 1942 eingezogen und war in Augsburg, wo er vormittags die Schule besuchte und nachmittags an der Flugabwehrkanone ausgebildet wurde.

Als die Stadt Augsburg im Januar 1944 zerbombt wurde, endete sein dortiger Einsatz. Nur zwei Monate später ging es für den jungen Schönberger dann zur Luftwaffe. Während seiner Zeit als Soldat war er zwei Mal in Holland stationiert. Beide Male wurde er verletzt, saß außerdem in britischer Kriegsgefangenschaft ein und wurde dann aufgrund seiner Verwundungen endgültig entlassen.

Im Februar 1946 begann Schönberger mit seinem Studium an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg in den Fächern Klassische Philologie und Germanistik. Nachdem Schönberger sein Studium im November 1949 beendet hatte, folgte ein neunmonatiges Referendariat in Augsburg. Anschließend kehrte er 1950 wieder nach Würzburg zurück und begann seine Laufbahn als Lehrer am heutigen Wirsberg-Gymnasium. 1951 promovierte er mit der Dissertation: „Die Klagen über den Verfall der römischen Beredsamkeit im ersten Jahrhundert nach Christus“. Da nach dem Krieg Not am Mann herrschte, unterrichtete er neben seinen eigentlichen Fächern Latein, Deutsch, Griechisch und Philosophie auch Geschichte, Erdkunde und Sozialkunde.

1976 wechselte er dann als Oberstudiendirektor an das Siebold-Gymnasium und war bis 1984 Leiter der Schule.

Otto Schönberger ist seit 1953 verheiratet mit der Würzburgerin Eva Schönberger, geb. Hüttmann. Das Ehepaar bekam vier Kinder.

Publikationen (Auszug)

Zahlreiche Übersetzungen von Werken der klassischen Antike, teils zusammen mit seiner Frau Eva.

Geschichtsdidaktik

  • Anmerkungen zu einem Buch von Saul B. Robinsohn. In: MDAV. 3/1968, S. 2–7.
  • Entstehung und Funktion der Lernzielmatrix für den Lateinunterricht. In: Karl Bayer (Hrsg.): Lernziele und Fachleistungen. Ein empirischer Ansatz zum Latein-Curriculum. Stuttgart 1973, S. 25–29.

Herausgeberschaften

Belletristik

Lyrik

Ehrungen und Auszeichnungen

  • 2019: Akademie-Preis der Bayerischen Akademie der Wissenschaften

Siehe auch

Quellen und Literatur

Weblinks