Kapelle Unserer lieben Frau zur goldenen Pforte bei dem Loche (Würzburg)

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Die Kapelle Unserer lieben Frau zur goldenen Pforte bei dem Loche (auch finstere Kapelle genannt) befand sich in der Domerpfarrgasse 12.

Geschichte[Bearbeiten]

Sie wurde Mitte des 13. Jahrhunderts für ein Kollegium von Vikaren errichtet, die hier die Liebfrauenbruderschaft bildeten. Bischof Hermann I. von Lobdeburg hatte die Bruderschaft im Jahr 1251 bestätigt. 1447 wurde die Kapelle erneuert, 1689 wurden die Gebäude des Kollegiums an die drei Jahre zuvor gegründete Anstalt für emeritierte Priester übereignet. 1712 hatte die Zahl der emeritierten Priester so stark zugenommen, dass die Anstalt in größere Räumlichkeiten im Petersbau umzog. Die Kapelle wurde vom Damenstift St. Anna erworben, weiterhin aber auch von den Vikaren genutzt. 1756 kaufte das Kloster Maria Bildhausen das Anwesen.

Profanierung[Bearbeiten]

1774 kam es in Privatbesitz. Die Kapelle wurde in ein Magazin umgewandelt und ging in einem größeren Gebäude auf.

Namensnutzung[Bearbeiten]

Die Domerpfarrgasse wurde nach dem Beinamen des Bauwerks zeitweise auch Finstere Kapellengasse genannt.

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  • Thomas Memminger: Würzburgs Straßen und Bauten. 2. Auflage, Gebrüder Memminger Verlagsbuchhandlung, Würzburg 1921, S. 89 f. [1]