Jean-Marie Girault

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Jean-Marie Girault (* 9. Februar 1926 in Pont-l’Évêque; † 1. Mai 2016 in Caen) war Oberbürgermeister der Würzburger Partnerstadt Caen von 1971 bis 1998.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Zunächst studierte an der juristischen Fakultät der Universität Caen Privatrecht und öffentliches Recht. Ab 1944 war er als Rettungsassistent für das Rote Kreuzes tätig, um den Opfern des Krieges und der Bombardierung zu helfen. Von 1947 bis 1998 war er als Rechtsanwalt am Berufungsgericht Caen tätig.

Politische Laufbahn[Bearbeiten]

Er wurde 1959 in den Stadtrat von Caen gewählt und nach seiner Wahl 1970 Oberbürgermeister und unabhängiger Senator des Département Calvados. Nach der Wahl von Valéry Giscard d'Estaing im Jahre 1974, berief der neue Staatspräsident ihn als Staatssekretär für Jugend und Sport nach Paris, was er jedoch ablehnte. Währen seiner dreißigjährigen Tätigkeit als Politiker in Caen modernisierte er die Stadt und wies neue Baugebiete aus. Er setzte sich für die Elektrifizierung der Bahnlinie Paris-Caen ein, modernisierte den städtischen öffentlichen Personennahverkehr und entwickelte den Hafen im Stadtteil Ouistreham. Wiedergewählt in die hohe Kammer des Senats war er u.a. für Rechtsfragen und Verwaltungsregelungen zuständig. Ab 1979 saß er dem Finanzausschuss des Bezirks vor. 1995 schließlich wurde er Vorsitzender der Versammlung französischer Oberbürgermeister.

Ehrungen und Auszeichnungen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Mon été 44, les ruines de l'adolescence. (deutsch: Mein Sommer 1944, die Ruinen der Jugend) Caen, Éditions du Mémorial de Caen, 2004. ISBN 2-84911-038-8

Weblinks[Bearbeiten]

Artikel über Jean-Marie Girault bei der frz. Wikipedia