Helmuth Osthoff

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Prof. Dr. Helmuth Osthoff (* 13. August 1896 in Bielefeld; † 9. Februar 1983 in Würzburg) war Musikwissenschaftler.

Familiäre Zusammenhänge

Sein Sohn war der Musikprofessor Wolfgang Osthoff, sein Enkel Daniel führt in Würzburg ein Antiquariat.

Leben und Wirken

Während seiner Schulzeit in Bielefeld und unmittelbar danach erhielt Osthoff Musikunterricht in Klavier, Theorie, Partiturspiel und Komposition in Münster/Westfalen. Nach der Teilnahme am Ersten Weltkrieg, studierte er 1919 in Münster und Berlin Musikwissenschaft mit den Nebenfächern Kunstgeschichte und Philosophie und wurde 1922 zum Dr. phil. promoviert. Während des Universitätsstudiums und auch danach setzte er seine musikalische Ausbildung fort, teils privat, teils am Sternschen Konservatorium. 1923 bi 1926 war er an der Leipziger Oper als Assistent und Korrepetitor tätig und anschließend wissenschaftlicher Assistent in Halle, der ihn 1928 auch nach Berlin mitnahm. 1932 habilitierte er sich in Berlin mit einer Arbeit über die Niederländer und das deutsche Lied. 1935 übernahm er an der Universität Berlin das Lektorat für Musik. Nach einer Vertretung in Frankfurt am Main wurde er 1938 zunächst Extraordinarius, ab 1950 persönlicher Ordinarius und ab 1959 ordentlicher Professor und Direktor des dortigen Musikwissenschaftlichen Instituts und Universitätsmusikdirektor.

Wirken in Würzburg

1973 siedelte Osthoff nach Würzburg über, wo er vor allem an einem Kantatenband der Neuen Bach-Ausgabe arbeitete, der kurz vor seinem Tod als seine letzte große Arbeit erschien.

Kompositorisches Werk

Er komponierte Lieder, Kantaten und Streichquartette.

Forschungsschwerpunkte

Seine wichtigsten Forschungsleistungen betreffen die Musikhistorie der so genannten Niederländer (Franko-Flamen) des 15. und 16. Jahrhunderts, vor allem Josquin Desprez.

Weblinks