Hörnle

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Hörnle

Hörnle (hochdeutsch Hörnchen) ist ein mürbes Weizenkleingebäck in Form eines Viertelmondes Es stammt vom Wiener Kipferl ab, wird in Franken aber nicht aus Hefeteig sondern aus einem schwach gesüßten Plunderteig gefertigt. Nach dem Backen hat es eine rösche Kruste und eine blätterteigartige Krume. Das Hörnchen ist mit dem französischen Croissant verwandt.

Namensherkunft

Der Name kommt von der Form, die an kleine Hörner erinnert.

Geschichte

Bäckergesellen auf Wanderschaft brachten die Form des Hörnle aus Wien mit, wo es als mürbes Kipferl seit der Türkenbelagerung bekannt ist.

Varianten

Aus dem selben Teig wie die Hörnchen werden auch geschlossene Ringe gefertigt. Sie werden als "Mürbe Brezen" oder "Neujahrsbrezen" angeboten. Letztere sollen den Lebenskreislauf symbolisieren und sind in vielen Würzburger Bäckereien erhältlich.

In Teilen Mainfrankens - insbesondere dem Kitzinger Raum - werden zum Jahreswechsel aus dem Grundteig "Eierringe" hergestellt. Diese bilden wie der Name schon sagt ebenfalls einen Ring, werden vor dem Backen mit Eigelb bestrichen und haben durch markante Einkerbungen das Aussehen ähnlich eines Zahnrades. Auch die Eierringe werden in seltenen Fällen als Neujahrsbrezn bezeichnet und symbolisieren den Lebenskreislauf.

Butterhörnchen

Butterhörnchen (auch Bamberger, Croissants oder Gipferl genannt) werden aus einem ähnlichen Teig, aber mit viel Butter hergestellt. Sie gibt es auch als in den Varianten Laugencroissant und Vollkorn- oder Mehrkorncroissant.

Passende Beilage

Das Hörnle kann entweder pur genossen, oder aufgeschnitten, mit Butter und Konfitüre oder alternativ Nutella bestrichen, verzehrt werden. Croissants - insbesondere in der Laugenvariante - werden auch herzhaft belegt.

Passendes Getränk

  • Tee, heiße Schokolade oder Kaffee. Ältere Semester oder Personen mit Problemen mit dem Kauapparat tunken gerne das Hörnle in Milchkaffee, die jüngeren (oder junggebliebenen) auch in heiße Schokolade.

Siehe auch

Literatur

  • Stadelmayer-Gräter-Dettelbacher: Merian Reiseführer Mainfranken, Deutscher Taschenbuchverlag. München 1984, S. 148. ISBN 3-423-03720-2

Weblinks