Familienzentrum „Zacherle“ (Giebelstadt)
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Das Familienzentrum „Zacherle“ ist eine soziale Einrichtung in der Marktgemeinde Giebelstadt.
Geschichte
In dem zweigeschossigen Gebäude aus dem 19. Jahrhundert war einst der Kolonialwarenladen der Familie Scheckenbach untergebracht, später wurde es als Wohnhaus genutzt. Seinen Namen hat das „Zacherle“ von Zacharias Scheckenbach, einem früheren Inhaber des Lebensmittelgeschäftes, das schon damals ein sozialer Treffpunkt im Ort war. Im Laufe der Jahrzehnte wurde das Gebäude mehrfach umgebaut und unfachmännische Eingriffe in die Substanz und in das historische Fassadenbild vorgenommen.
Als das Haus 2020 verkauft werden sollte, um es zu erweitern und in ein Wohnheim umzubauen, machte die Marktgemeinde ihr Vorkaufsrecht geltend. 150.000 Euro kostete das Anwesen, 900.000 Euro war das Ergebnis der Kostenschätzung des Eibelstadter Architekturbüro Haas+Haas für Sanierung und Umbau. Einigen Gemeinderäten war diese Summe damals schon sehr hoch erschienen, für die Sanierung eines Gebäudes, das kaum größer ist als ein Einfamilienhaus. Da die Städtebauförderung 2020 über ein Sonderprogramm 90 Prozent der förderfähigen Kosten als Zuschuss in Aussicht stellte, beauftragte der Gemeinderat das Büro mit der Genehmigungsplanung. 2021 folgte der Schock nach der ersten Ausschreibung der Umbauleistungen: Die Kostenberechnung ging inzwischen von 1,2 Millionen Euro aus- ein Drittel mehr als noch vor einem Jahr geschätzt. [1]
Nach Fertigstellung des Gebäudes stehen unter dem Strich Kosten für Erwerb, Planung und Bau von rund 1,5 Millionen Euro, wobei die Marktgemeinde von einem Sonderprogramm profitieren konnte, das ihr einen Zuschuss von 945.000 Euro sicherstellte. Der Eigenanteil des Marktes Giebelstadt lag dabei mit 550.000 Euro weit unter den Kosten für einen vergleichbaren Neubau. Für die Inneneinrichtung steuerte die Lokale Aktionsgruppe (LAG) Süd-West-Dreieck knapp 60.000 Euro bei. [2]
Historische Abbildungen
Projektbeschreibung
Mit dem Projekt wurde ein Ort geschaffen, der Generationen verbindet, das ehrenamtliche Engagement fördert und das Vereinsleben in Giebelstadt stärkt. Der Treffpunkt für Alt und Jung mit bedarfsgerechten Räumlichkeiten soll für unter- schiedliche Angebote kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Es soll als Familienzentrum auch Bürger und Familien aus allen Gemeindeteilen, aber auch aus Nachbargemeinden offen stehen. Dies ermöglicht die Zusammenarbeit verschiedener Gruppierungen und fördert eine gemeinde- und akteursübergreifende Vernetzung sozialer Angebote. Gemeinsame Aktionen stärken das Miteinander der Generationen und damit das soziale Leben im Ort und ortsübergreifend.
Kontakt
- Familienzentrum „Zacherle“
- Ingolstadter Straße 11
- 97232 Giebelstadt
ÖPNV
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Nächste Bushaltestelle: | Giebelstadt/Ingolstadter Straße |
Siehe auch
Quellen
- Main-Post: „Ein Haus mit Geschichte: Das "Zacherle" wird zu Giebelstadts neuem sozialen Treffpunkt“ (5. Dezember 2024)
- Familienzentrum „Zacherle“ in Giebelstadt auf den Internetseiten der Architekten Haas+Haas