Daniel Morgenroth
Dr. Daniel Morgenroth (* 1984 in Coburg) ist Literatur- und Kulturwissenschaftler. Ab der Spielzeit 2026/2027 wird er neuer Intendant des Mainfranken Theaters in Würzburg und damit Nachfolger von Markus Trabusch.
Leben und Wirken
Daniel Morgenroth wuchs im ländlichen Unterfranken auf und studierte Sprachen, Wirtschafts- und Kulturraumstudien an der Universität Passau sowie Text & Performance Studies an der Royal Academy of Dramatic Art und dem King’s College London. 2015 wurde er mit einer Arbeit zu Authentizität im Gegenwartsdrama (Bloomsbury 2017) bei Gerold Sedlmayr an der Technischen Universität Dortmund promoviert. Von 2011 bis 2017 unterrichtete er Englische Literatur- und Kulturwissenschaften an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg.
Von 2009 bis 2010 war er persönlicher Assistent von Robert Wilson [1] und ab der Spielzeit 2017/2018 Referent von Christoph Nix am Theater Konstanz, zuletzt dort auch stellvertretender Intendant. Seit der Spielzeit 2020/2021 ist er Intendant und Geschäftsführer am Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau. In dieser Zeit wurde das Gerhart-Hauptmann-Theater mit dem Auftragswerk „Das Beispielhafte Leben des Samuel W.“ von Lukas Rietzschel in der Regie von Ingo Putz eingeladen zu den Autortheatertagen am Deutschen Theater Berlin, zum Heidelberger Stückemarkt sowie zu den Mühlheimer Theatertagen. Seine immersive Inszenierung „Malfi!“ war 2024 in der Kategorie „Raum“ für den Deutschen Theaterpreis „Der Faust“ nominiert.
Intendant in Würzburg
Am 20. März 2025 hatte der Stadtrat Daniel Morgenroth einstimmig zum neuen Intendanten des Mainfranken Theaters gewählt. Eine Findungskommission, bestehend aus beschließenden wie auch beratenden Mitgliedern, hatte Morgenroth nach einem intensiven Auswahlprozess vorgeschlagen. Beworben hatten sich 76 Personen bzw. Teams, davon 23 Frauen. Auch externe Theaterexperten waren in der beschließenden Findungskommission vertreten.