Bibratreppe

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Bibratreppe Außenansicht
Netzgewölbe über der Bibratreppe

Die Bibratreppe ist ein achteckiger Treppenturm am Fürstenbau der Festung Marienberg und bildeten den Aufgang zu den Wohngemächern des Fürstbischofs.

Namensgeber[Bearbeiten]

Namensgeber ist Fürstbischof Lorenz von Bibra, der die Festung zwischen 1495 und 1515 im Stil der Renaissance ausbauen und die Wehranlagen erweitern ließ.

Geschichte[Bearbeiten]

Lorenz von Bibra ließ die Bibratreppe 1511 [1] als Ersatz für eine bis dato bestehende Freitreppe errichten.

Baubeschreibung[Bearbeiten]

Die spätgotische Wendeltreppe im Innern eines achteckigen Anbaus gehört zu den architektonisch reizvollsten Bauwerken der Festung Marienberg. Der lichtdurchflutete Treppenturm besticht im Inneren vor allem durch seine filigran anmutende, sehr offene Bauweise: Die Treppe windet sich um eine Hohlspindel, die baulich durch drei zentral angeordnete Buntsandstein-Säulen erreicht wird. Den Abschluss der drei Säulen bildet eine dreiseitige Deckplatte mit Bibra-Wappen. Die Treppe endet auf einem Podest mit durchbrochener Maßwerkbrüstung [2]. Über der Treppe erschließt sich dem Betrachter ein Netzgewölbe aus feinen Tragrippen, das sehr geschickt mit der Hohlspindel verbunden ist.

Den Zugang vom Burginnenhof mit drei Treppenstufen ziert oberhalb der Rundbogenportals das Bischofswappen von Lorenz von Bibra aus rotem Buntsandstein.

Heutige Nutzung[Bearbeiten]

Die Bibratreppe ist heute als Raum 16 Teil des Fürstenbaumuseums für Besucher offen zugänglich. Durch die Treppe werden die fürstbischöflichen Wohnräume im 1. Obergeschoss mit der Stadtgeschichtlichen Abteilung im 2. Obergeschoss verbunden. Der Zugang zum Innenhof ist in der Regel geschlossen.

Bilder[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise und Erläuterungen[Bearbeiten]

  1. Diese Jahreszahl ist sowohl über dem Eingang, als auch am Bibra-Wappen über der Hohlspindel festgehalten.
  2. Mit Maßwerk bezeichnet man in der Architektur die filigrane Arbeit von Steinmetzen in Form von flächigen Gestaltungen von Fenstern, Balustraden und geöffneten Wänden. Das Maßwerk besteht aus geometrischen Mustern, die als Steinprofile umgesetzt werden, wobei der Stein komplett durchbrochen (skelettiert) wird, siehe Wikipedia: Maßwerk