Arbeitsstelle für konservatives Schrifttum

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Die Arbeitsstelle für konservatives Schrifttum war eine Privatorganisation zur Förderung monarchistischen Gedankenguts mit Sitz in Würzburg, die von 1931 bis 1934 bestand.

Geschichte[Bearbeiten]

Gegründet wurde die Arbeitsstelle von Karl Ludwig von und zu Guttenberg, um seinen politischen Vorstellungen zum Durchbruch zu verhelfen. Zunächst wirkte sie in der Form eines Pressedienstes, der interessierten Zeitschriften und Zeitungen Artikel mit monarchistischen Inhalten anbot. Ziel war neben der Verbreitung monarchistischer Einstellungen, die Präsenz entsprechender Themen im demokratischen Umfeld der Weimarer Republik.

Verlag[Bearbeiten]

Da das Interesse an monarchistischen Veröffentlichungen geringer war als erwartet, entschloss sich Freiherr von Guttenberg, das von der Arbeitsstelle zusammengetragene Material in Form einer eigenen Zeitschrift zu veröffentlichen. Das Ergebnis war die monatlich erscheinende Publikation „Die Monarchie – Zeitschrift für deutsche Tradition“, die von Juli 1932 bis Januar 1934 erschien. Sie wurde nicht über den Buchhandel vertrieben, sondern direkt an die Käufer geschickt.

Ende der Arbeitsstelle[Bearbeiten]

Im Sinne monarchistischer Opposition gegen die Weimarer Republik gegründet, wurde die Zeitschrift durch die „Machtergreifung“ der Nazionalsozialisten nusr zehn Monate nach ihrer ersten Ausgabe zu einer oppositionellen Stimme. Mit der Januarausgabe 1934, die dem 75. Geburtstag des im Exil lebenden Kaisers Wilhelm II gewidmet war, wurde die Zeitschrift verboten. Freiherr von Guttenberg durfte jedoch eine andere Zeitschrift gründen, die Weißen Blätter. Diese Veröffentlichung wurde von Carl Krüger in Mylau/Vogtland publiziert, der auch schon den Druck der letzten Ausgaben der Monarchie übernommen hatte.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]