Adolf Philipp Franz Treutlein

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PD Dr. Adolf Philipp Franz Treutlein (* 5. Oktober 1875 in Würzburg; † 1949 in Bad Kissingen) war Militärarzt, Privatdozent und Hygieniker.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Treutlein studierte an der Universität Würzburg Medizin und promovierte dort zum Dr. med. 1904 reiste er mit Robert Koch nach Afrika und widmete sich dort dem Studium der Malaria und der Schlafkrankheit. Die ärztliche Forschungsreise führten ihn weiter nach Indien, Java, China, Japan und Nordamerika. 1906 nach Würzburg zurückgekehrt wirkte er als Oberstabsarzt im 9. königlich-bayerisches Infanterie-Regiment und als Privatdozent an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg für Schiffs-, Tropen- und Militärhygiene und wohnte in der Blasiusgasse 1.

Auf Vorschlag des Auswärtigen Amtes bereiste Treutlein 1908 Bolivien und wurde durch die dortige Regierung zum Generaldirektor des öffentlichen Gesundheitswesens berufen. Mit Ausbruch des Ersten Weltkriegs übernahm er in Würzburg die Typhusstation un ddas Marinelazarett. 1921 ließ sich Treutlein in Bad Kissingen als Badearzt und Spezialist für Blutkrankheiten nieder. Hier wirkte er bis zu seinem Tod 1949. [1]

Publikationen (Auszug)[Bearbeiten]

  • A. Treutlein: Hygienisch-medizinische Eindrücke aus Bolivien. 1910, in der er insbesondere über den Kokagenuss als Naturmedizin der Ureinwohner und die Höhenkrankheit berichtete.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Dr. Theresa Neid: Ärzte und Naturwissenschaftler auf Reisen. Reiseberichte aus der Deutschen Medizinischen und der Münchener Medizinischen Wochenschrift 1890 - 1930, Universität Halle-Wittenberg, 2013, S. 66

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Main-Post: „Dr. Treutlein gestorben“ (3. Februar 1949)