Josef Friedrich Matthes

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Josef Friedrich Matthes

Josef Friedrich Matthes (* 10. Februar 1886 in Würzburg; † 9. Oktober 1943 in Dachau) war ein politischer Journalist und rheinischer Separatist. Er war 1923 „Ministerpräsident“ der Rheinischen Republik.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Matthes lebte ab 1909 in der Schweiz und arbeitete anschließend als Redakteur in Baden. Nach 1918 war er Redakteur der SPD-Parteizeitung in Aschaffenburg. 1920 wurde er aus der SPD ausgeschlossen. Im Jahr 1921 wurde er wegen übler Nachrede und Beleidigung zu 6 Monaten Haft verurteilt. Es folgte die Flucht in das damals französisch besetzte Wiesbaden, wo er als Herausgeber der Zeitschrift „Die Fackel“ wirkte. Anfang 1923 wurde er Mitbegründer des „Rheinischen Unabhängigkeitsbundes“ in Düsseldorf.

Rheinische Republik[Bearbeiten]

In Koblenz, der Hauptstadt der damaligen preußischen Rheinprovinz, war Matthes am am 15. August 1923 Mitbegründer der „Vereinigten Rheinische Bewegung“. In Aachen wurde das Rathaus am 21. Oktober 1923 unter der Führung von Leo Deckers und Dr. Guthardt besetzt und im dortigen Kaisersaal die „Freie und unabhängige Republik Rheinland“ ausgerufen. Der französische Hochkommissar und Präsident der Rheinlandkommission, Paul Tirard, erkannte die Herrschaft der Separatisten am 26. Oktober als legitime Regierung an. Hans Adam Dorten und Matthes bildeten ein „Regierungskabinett“. Matthes als dessen designierter Vorsitzender wurde „Ministerpräsident“ der Rheinischen Republik.

Umzug nach Frankreich[Bearbeiten]

Josef Friedrich Matthes trat am 27. November von seinen „Ämtern“ zurück und begab sich nach Frankreich. Matthes und seiner Frau wurde trotz internationalem Abkommen unter Beugung des Rechts die Einreise nach Deutschland verweigert. Er wurde 1941 nach der Kapitulation Frankreichs an Deutschland ausgeliefert und starb 1943 im Konzentrationslager Dachau.

Literatur[Bearbeiten]

Kurt Tucholsky verfaßt das Essay „Für Josef Matthes“ im Jahr 1929.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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