Heinricus de Stritberg

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P. Heinrich von Streitberg OT, latinisiert Heinricus de Stritberg († nach 12. Oktober 1274) war deutscher Ordensritter und Weihbischof, der mit Unterbrechungen von 1254 bis 1271 im Bistum Würzburg wirkte.

Familiäre Zusammenhänge[Bearbeiten]

Heinrich von Streitberg stammt aus dem Geschlecht derer von Streitberg in der Fränkischen Schweiz.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Heinrich war Mitglied im Deutschen Orden und Kanonikus am Stift St. Peter zu Brünn. Im Jahre 1248 wurde er auf Geheiß des Erzbischofs von Riga zum ersten Bischof der neu geschaffenen Diözese Ermland [1]. Er blieb lediglich Elekt, denn als Ergebnis eines Streits zwischen dem Erzbischof von Riga und der Hochmeister des Deutschen Ordens erhielt er wohl zwar die Bischofsweihe, konnte jedoch sein Bistum nicht in Besitz nehmen. Im Jahre 1250 trat er schließlich zurück und Anselm von Meißen wurde Bischof.

Bischof in Samland[Bearbeiten]

Am 7. Mai 1254 wurde er zum Bischof von Samland mit dem Bischofssitz in Königsberg (Preußen) ernannt. Heinrich war nicht der erste ernannte Bischof dieser Diözese, seine Vorgänger hatten die Herrschaft jedoch nicht antreten konnten. Auch er weilte nur selten in der Diözese. Er erreichte aber die Organisation des Lebens der Ortskirche, was 1258 durch seine Vermittlung auch zum weltlichen Episkopat führte. Wohl aus finanziellen Gründen übertrug Bischof Heinrich 1270 das Bistum gegen Zinszahlung dem Deutschen Orden.

Weihbischof in Bamberg und Würzburg[Bearbeiten]

Nach seinem Ausscheiden aus der Diözese Ermland diente er bis 1254 als Wanderbischof im Bistum Würzburg und ab 1255 auch in Bamberg. Er weihte den St. Stephans Altar in der Sebaldus-Kirche zu Nürnberg.

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Max Perlbach: Preussische Regesten bis zum Ausgang des 13. Jahrhunderts [1]

Weblinks[Bearbeiten]

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