Gedenkstätte für im Nationalsozialismus getötete Juden

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Die Gedenkstätte für im Nationalsozialismus getötete Juden befindet sich als Mahnmal und Ehrengrabstätte auf dem Gelände des Israelitischen Friedhofs Würzburg.

Geschichte[Bearbeiten]

Im November 1945 wurde das Denkmal durch die Israelitische Kultusgemeinde im Rahmen einer Feierstunde enthüllt. Unter dem Vorstand von Max Fechenbach wollte die Gemeinde damit ein Ehrenzeichen und Mahnmal „für die in den Konzentrationslagern und Mordzentralen des Nazi-Regimes“ umgekommenen Mitglieder setzen. Die Gedenk- und Weihereden hielten Herr Rosenbaum, früherer Vorstand der Kultusgemeinde und Dr. Neuhaus aus Frankfurt am Main, der einzige Rabbiner Deutschlands, der aus einem KZ zurückgekehrt war. Würzburg war damit die erste Stadt in Süddeutschland, die KZ-Opfer auf diese Weise ehrte.

Den Gedenksteien entwarf Achitekt Eydel, die Ausführung übernahm die Firma Schilling (Kirchheim) auf eigene Kosten. Die Inschrift lautet: "Dem Andenken unserer Opfer aus Würzburg und Unterfranken der Konzentrationslager in Deutschland, Lettland, Polen, Theresienstadt, deren Namen ausgelöscht und deren sterbliche Ueberreste vernichtet sind. Ihre Seelen mögen bei Gott geborgen sein."

Quelle[Bearbeiten]

  • Main-Post: „Mahnmal der Juden. Würzburg ehrt die gemordeten jüdischen Mitbürger“ (24. November 1945)