Keiler Bier

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Die Lohrer Brauerei (bzw. in Kurzform auch Lohrer Bier) wurde Anfang des 19. Jahrhunderts gegründet und ging 2001 an die Würzburger Hofbräu über. Gegenwärtig werden die Biersorten allesamt unter der Bezeichnung Keiler Bier bzw. Keiler vertrieben. Die Brauerei trägt seitdem den Namen Keiler Bier GmbH.

Geschichte und Namensherkunft

Die Brauerei wurde 1836 in Lohr am Main gegründet. 1878 ging der Besitz durch Verkauf von Franz Stephan Vogt an den Braumeister Pleikard Stumpf über. Zu dieser Zeit lag die Braumenge bei 1.400 Hektoliter jährlich. Nach dem Tode von Pleikard Stumpf 1920 übernahm dessen Sohn Alfred Stumpf (Senior) den Betrieb.

Dem Zeitgeist folgend wurde in den 1960er Jahren die Euro-Bierflasche eingeführt. Diese wurde 1980 teilweise wieder durch die traditionelle Bügelverschlussflasche ersetzt. Diese Rückbesinnung erbrachte der Brauerei ein Umsatzplus.

Die Brauerei, welche bis 2001 in Privatbesitz war, ging 2001 mehrheitlich an die Würzburger Hofbräu AG über. Unter dem Namen „Keiler Bier“ verzeichneten vor allem die Bügelverschluss-Flaschen laut Geschäftsbericht 2010 zweistellige Zuwachsraten. [1] Ursprünglich bezeichnete die Lohrer Brauerei lediglich ihr Weißbier als „Keiler Weißbier“. Der Begriff hatte sich jedoch so etabliert, dass er 2007/2008 im Zuge eines Markenrelaunch auch für die übrigen Sorten herangezogen wurde. Geschäftsführer Wolfram Hemmelmann begründete die Umfirmierung folgendermaßen: „Das Keiler Weißbier steht schon lange für höchste Qualität und besten Geschmack. Das auffällige Design der Flaschenausstattung hinterlässt einen bleibenden Eindruck bei unseren Kunden. Viele verbinden mit der Lohrer Brauerei das Bild des fränkischen Keilers. Daher liegt es für uns nahe, den Keiler als neues Markenzeichen auf die Ausstattung unseres gesamten Sortiments zu übertragen“. [2] Die Herstellung des Bieres wurde unterdessen nach Würzburg verlagert.

2012 lief der Mietvertrag für das Brauereigelände zwischen der Hofbräu und der Eigentümerfamilie Stumpf aus. Die Würzburger Hofbräu übernimmt den Brauereigasthof - realisiert wurde eine kleine Gasthausbrauerei mit 250 Plätzen („Keiler Brauhaus“), um die Brautradition aufrecht zu erhalten. Das Keiler-Bier wird weiterhin in Würzburg hergestellt, das übrige Gelände wurde verkauft. Ein Jahr später gerieten die Keiler Bier GmbH und Würzburger Hofbräu in Verruf, da sie trotz eines Vertrages mit der Stadt Lohr das Festbier für die Spessartfestwoche in Würzburg und nicht wie vertraglich abgemacht in Lohr gebraut wurde. Die Stadt kündigte daraufhin den Bierliefervertrag. [3]. Im Jahr 2017 wurde der Würzburger Hofbräu auf Betreiben des Landratsamt Main-Spessart der Etikettenaufdruck „nach urtypischer Brautradition aus dem Spessart“ und die Adresse Lohr am Main untersagt, da das Bier nicht mehr dort gebraut und auch nicht abgefüllt wird. [4]

Wappen

Die Produkte der Brauerei werden mit zwei verschiedenen Wappen verkauft. Zum einen mit den traditionellen Logo „Lohrer Bier“ in grüner, altdeutscher Schrift mit Brauwerkzeug (siehe Keiler Pils, Keiler Export, Keiler Urtyp), zum anderen mit dem neueren, ovalen Logo, das ein männliches Wildschwein (Keiler) mit Bierglas und Eichenlaub zeigt (seit 2007/2008 auf allen Biersorten).

Der Leitspruch der Brauerei lautet seit 2007 „Nur echt mit dem Keiler“.

Biersorten

2018 wurden folgende Biersorten angeboten:

Mit Kronkorken:
  • Keiler Pils (4,9 % Alkohol; 11,4 % Stammwürze)
  • Keiler Export (5,2 % Alkohol; 12,3 % Stammwürze)
  • Keiler Urtyp (5,2 % Alkohol; 12,2 % Stammwürze)
Mit Bügelverschluss:
  • Keiler Hell (Weißbier) (5,2 % Alkohol; 12,3 % Stammwürze)
  • Keiler Dunkel (Weißbier) (5,2 % Alkohol; 12,3 % Stammwürze)
  • Keiler Land-Pils (4,9 % Alkohol; 11,5 % Stammwürze)
  • Keiler Kellerbier (Zwickel) (5,4 % Alkohol; 12,4 % Stammwürze)

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise