Valentinskapelle (Frickenhausen)

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Valentinskapelle über Frickenhausen

Die Valentinskapelle liegt überhalb des Marktes Frickenhausen mitten in den Weinbergen.

Lage[Bearbeiten]

Die katholische Weinbergskapelle liegt direkt an der Kapellensteige und ist namensgebend für die Frickenhäuser Weinlage Kapellenberg.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Frickenhäuser Büttner und Bürgermeister Valentin Zang war nach einer langen Krankheit lahm geworden und konnte sich nur noch mit Krücken fortbewegen. Er besass bei der jetzigen Kapelle einen Weinberg. Dort legte er ein Gelübde ab, im Falle seiner Heilung eine Kapelle errichten zu wollen. Der Legende nach trat die Heilung unmittelbar danach ein und er setzte den Kapellenbau kurz darauf um (Baubeginn 1699). Die Kapelle wurde zu Ehren aller Heiligen, insbesondere seinem Namenspatron, dem Hl. Valentin geweiht. Der Stifter wurde nach seinem Tod unter dem Altarstein beigesetzt.

Viele Jahre später ließ ein Bürger namens Sebastian die Kapelle erneuern und eine Sakristei anbauen. Der Innenraum wurde mit einer Empore ausgestattet. Unter dem Sakristeibau wurde eine Eremitenzelle für einen frommen Klausner eingerichtet. Dort befand sich ein Holzlager mit Strohpolster, ein Steintisch und ein Wasserausguss. Die Wände zierten einige Heiligengemälde. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde die Kapelle zu einem Ort des Gefallenengedächtnisses. [1]

Patrozinium[Bearbeiten]

Der Hl. Valentin von Rom († 14. Februar 269 in Rom) war der Überlieferung nach ein armer, ehrsamer Priester, der ein blindes Mädchen geheilt haben soll.

Baubeschreibung[Bearbeiten]

Das kleine Gotteshaus ist ein Saalbau mit Satteldach, geschweiften Giebeln und Dachreiter mit Glockendach, sowie südlichem, abgesetztem Anbau.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

Am Ostermontag findet eine Dankprozession zur Valentinuskapelle statt zum Dank dafür, dass Frickenhausen im Zweiten Weltkrieg vor größeren Schäden bewahrt wurde. Sie geht auf ein Gelübde aus der Zeit nach dem Ende des Krieges zurück und fand im Jahr 1946 erstmals statt.

Seit 1996 ist jedes Jahr am vierten Sonntag im September die Frickenhäuser Traubensegnung auf dem Grillplatz oberhalb der Valentinuskapelle. Der Frickenhäuser Bürgerverein sorgt dabei für das leibliche Wohl.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Mathilde Oeder: "Die Valentinuskapelle bei Frickenhausen". In: Die Frankenwarte 1925 Nr. 2

Kartenausschnitt[Bearbeiten]

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