St. Gallus (Frickenhausen)

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Katholische Pfarrkirche St. Gallus in Frickenhausen

Die katholische Pfarrkirche St. Gallus prägt das Ortsbild von Frickenhausen schon aus weiter Ferne.

Lage[Bearbeiten]

Das Gotteshaus liegt in der Ortsmitte der Marktgemeinde Frickenhausen nahe der Hauptstraße am Babenbergplatz.

Patrozinium[Bearbeiten]

Der Hl. Gallus (* um 550 in Irland (?), † 16. Oktober 640 (?) in Arbon ) war Mönch und Eremit und Glaubensbote rund um den Bodensee. Gedenktag ist der 16. Oktober.

Geschichte[Bearbeiten]

Eine erste urkundliche Erwähnung findet sich in der Schenkungsurkunde des Königs Ludwig IV. das Kind aus dem Jahre 903. Dort wird in einer Aufzählung neben Gehöften und Gebäuden auch eine Kirche in Frickenhausen genannt. Durch diese Urkunde wird der Eigentumsübergang von Frickenhausen aus dem Besitz der Babenberger an den Fürstbischof von Würzburg dokumentiert. Im Jahr 1278 gehörte die Pfarrkirche dem Stift Haug und gelangte 1406 durch Tausch gegen die Pfarrei Sulzthal in den Besitz des Hochstiftes Würzburg, unter dessen Herrschaft Frickenhausen mit Ort und Kirche bis zum Jahre 1803 verblieb.

Baubeschreibung[Bearbeiten]

In den Jahren 1514 bis 1521 wurde das Hallenlanghaus des Gotteshauses im spätgotischen Stil unter der Leitung von Dombaumeister Hans Bock errichtet. Der Chorraum entstand in den Jahren 1605 bis 1616. Als Abschluss wurde auf den Westgiebel eine Sandsteinfigur des Kirchenpatrons St. Gallus mit dem Bären aufgesetzt, die Anfang der siebziger Jahre des letzten Jahrhunderts wegen starker Verwitterung gegen eine neue Figur aus Muschelkalkstein, gefertigt von Ludwig Linz, einem gebürtigen Frickenhäuser, ausgewechselt werden musste.

Kirchturm[Bearbeiten]

Die drei romanischen Untergeschosse des Turmes stellen die älteste heute noch vorhandene Bausubstanz dar und reichen ins frühe 13. Jahrhundert zurück. Der Oberbau des Turmes stamt aus dem Beginn des 17. Jahrhunderts. Der Turm endet in einer sogenannten Echterspitze, die während der Herrschaft von Fürstbischof Julius Echter und seinen Bemühungen um die Gegenreformation entstanden in vielen Kirchen jener Zeit zur Anwendung kam.

Ausstattung[Bearbeiten]

Die Inneneinrichtung ist geprägt von der Renaissance. Die Marienkrönung aus einem Altaraufsatz um 1617 wird Georg Brenck, der Ältere zugeschrieben.

Bildergalerie[Bearbeiten]

Pfarreiengemeinschaft[Bearbeiten]

Die katholische Pfarrei St. Gallus gehört zur Pfarreiengemeinschaft „Emmaus: Erlach - Frickenhausen - Kaltensondheim - Zeubelried".

Seelsorger (Auszug)[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Monumenta Germaniae Historica DD Kar. Germ. I 23; Karl Puchner, Die Ortsnamen auf -hausen in Unterfranken, in: BllOberdtNamenforsch 5 (1962/64) Heft 1/2, S. 15 Nr. 38

Quellen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Kartenausschnitt[Bearbeiten]

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