Städtische Sparkasse

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Die Städtische Sparkasse Würzburg wurde 1822 auf Initiative von Bürgermeister Wilhelm Joseph Behr als Städtische Credit-Casse und öffentliche mündelsichere Sparkasse gegründet. Sie ging 2000 in der Sparkasse Mainfranken Würzburg auf.

Definition[Bearbeiten]

Sparkassen entstanden, um ärmeren Bürgern eine sichere Geldanlagemöglichkeit zu bieten, um auch kleinste Spareinlagen zur Risikovorsorge im Alter oder bei Krankheit verzinslich zurück legen zu können. Diese Kreditinstitute unterlagen daher zunächst sehr strengen Geschäftsbeschränkungen, die im Lauf der Zeit jedoch gelockert wurden. Heute sind den Sparkassen alle Arten von Bankgeschäften erlaubt.

Rechtsform und verantwortliche Gremien[Bearbeiten]

Die Städtische Sparkasse Würzburg ist eine Anstalt des öffentlichen Rechts. Träger der Sparkasse ist die namensgebende kommunale Gebietskörperschaft, in diesem Falle die Stadt Würzburg. Rechtsgrundlage für Gründung und Betrieb einer Sparkasse ist das Sparkassengesetz des Freistaates Bayern und eine von der Stadt erlassene Satzung. Die Organe der Sparkasse sind der Vorstand als geschäftsführendes Gremium und der Verwaltungsrat als Aufsichtsgremium. Verwaltungsratsvorsitzender ist der jeweils amtierende Oberbürgermeister der Stadt Würzburg.

Geschäftszweck[Bearbeiten]

Im Gegensatz zu anderen Kreditinstituten liegt das Geschäftsziel nicht in der Gewinnoptimierung sondern in der Orientierung am Gemeinwohl. Am Ende des Jahres muss in den Büchern eine schwarze Null stehen. Eventuell erzielte Überschüsse werden zielgerichet für kommunale Projekte verwandt.

Zentrale[Bearbeiten]

Sparkassenbau am Kürschnerhof (1928-1945)

Die Hauptgeschäftsstelle befand sich am Kürschnerhof 2 zwischen Dom und Neumünster. Dieses, 1945 zerstörte Gebäude, wurde 1928 durch den Stadtplaner und Architekter Theodor Fischer angelegt und gilt als eines seiner bedeutendste Werke. [1] Nach dem Neubau der Zentrale zog die Sparkasse in die Hofstraße 9 um.

Filialen[Bearbeiten]

Es gab 17 Filialen, die über das gesamte Stadtgebiet verteilt waren (Stand 1972).

Fusion[Bearbeiten]

Am 1. Januar 2000 fusionierte die Städtische Sparkasse mit den Kreissparkassen Würzburg, Kitzingen und Main-Spessart zur Sparkasse Mainfranken Würzburg.

Quellen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Josef Kern: Die Bildende Kunst abseits der Zentren, in: Unterfränkische Geschichte, hrsg. von Peter Kolb und Ernst-Günther Krenig, Band 5/2, Echter Verlag, Würzburg 2002, S. 247-316, S. 268 f.