Schützengesellschaft Winterhausen

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Die königlich-privilegierte Schützengesellschaft Winterhausen e.V. ist der älteste Verein der Marktgemeinde Winterhausen.

Geschichte[Bearbeiten]

Nach Aufzeichnungen aus dem Staatsarchiv Würzburg waren die Schützen von Winterhausen schon 1408 zu einem Schießen in Kitzingen eingeladen. Die Schützengesellschaft dürfte schon zu diesem Zeitpunkt einige Jahre bestanden haben. Die Schützenkette trägt daher mit Recht die Prägung: „gegründet um 1390“. Überliefert ist auch eine Einladung der Schützengesellschaft Ochsenfurt aus dem Jahr 1562. Das erste Kleinkaliberschießen in Winterhausen fand 1927 statt. Nach dem Zweiten Weltkrieg war das gesamte Vermögen von der Besatzungsmacht beschlagnahmt worden. Erst 1951 wurde Luftgewehrschießen wieder erlaubt. 1954 errichtete der Verein wieder einen Kleinkaliber-Schießstand nach altem Muster. Neue Bestimmungen zwangen den Verein 1961 einen neuen Kleinkaliberstand zu errichten, deshalb wurde die baufällig gewordene Schießhalle abgebrochen und durch einen Neubau ersetzt. 2009 wurde die Modernisierung der Kleinkaliberschiessanlage beschlossen und im Januar 2010 Richtfest gefeiert. Heute steht den Winterhäuser Schützen eine der modernsten Kleinkaliberschiessanlagen im Landkreis Würzburg zur Verfügung. Mit der gleichen Technik der Fa. Sius wurden auch die Schießwettkämpfe bei den Olympischen Spielen in London ausgetragen.

Vereinsfahne[Bearbeiten]

Die Fahne der Königlich-privilegierten Schützengesellschaft mit der Jahreszahl 1737 wurde von der Gräfin von Limpurg-Rechteren selbst gearbeitet, nachdem sie die Stickereien gestiftet hatte. Bei der Fahnenweihe im Jahr 1980 wurde die alte Stickerei auf die neue Fahne übertragen, die auch den Wortlaut der Königskette trägt: „gegründet um 1390“. Die alte Fahne wird im Mainfränkischen Museum auf der Festung Marienberg aufbewahrt.

Schützenheim[Bearbeiten]

Das erste Schützenhaus wurde in den Jahren 1748 bis 1752 am Standort des ehemaligen Schulhauses errichtet. An gleicher Stelle wurde 1832 ein neues Schützenhaus gebaut. Als im Jahre 1864 die Bahnlinie Würzburg-Treuchtlingen erbaut wurde, konnte dieses Schützenhaus nicht mehr verwendet werden, da der Bahndamm in der Schusslinie lag. Die Schützen sahen sich genötigt, ihr drittes Schützenhaus an der heutigen Stelle zu errichten. Das Grundstück hierfür wurde 1865 erworben. Die Einweihung des neuen Schützenhauses wurde 1866 gefeiert, an der auch preußische Soldaten teilnahmen, die seinerzeit nach dem Deutschen Krieg in Winterhausen weilten. Der nordwestliche Anbau des Schützenheims war im Zweiten Weltkrieg bis auf die Grundmauern abgebrannt und die Schießanlagen demontiert. Erst 1955 war das Schützenhaus vollständig geräumt und stand den Schützen wieder voll zur Verfügung.

Disziplinen[Bearbeiten]

  • Luftgewehr
  • Luftpistole
  • Bogen
  • Böller

Kontakt[Bearbeiten]

Königlich-privilegierte Schützengesellschaft Winterhausen
Schützenweg 1
97286 Winterhausen

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]