Mainfähre Randersacker-Heidingsfeld

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Ehemaliger Fähranleger in Randersacker
Historische Aufnahme der Mainfähre

Die Mainfähre Randersacker-Heidingsfeld verband den Ort Randersacker mit dem am anderen Ufer liegenden Haltepunkt Randersacker der Bahnlinie Würzburg-Treuchtlingen.

Fährverkehr bis zum Brückenbau 1913[Bearbeiten]

Die erste Erwähnung einer Fahr in Randersacker findet sich in einer Anordnung von Kaiser Maximilian I. aus dem Jahr 1500. Darin wird nur eine Querfahr erwähnt, die Marktfahr kam erst später hinzu. Die erste Fähre datiert aus dem Jahr 1666. Bis ins 18. Jahrhundert wurde der Fährbetrieb mit einfachen Fährschelchen aus Holz durchgeführt. 1737 schreibt die Gemeinde einen Pachtvertrag für eine Fährbrücke aus, die 1742 ihren Betrieb aufnahm. Als zwischen 1860 und 1865 die Bahnlinie Würzburg-Treuchtlingen entlang des linken Mainufers erbaut wurde, wurden 1863 die Fähranleger befestigt, der Weg zur Landstraße auf beiden Uferseiten erneuert und eine neue Fährbrücke angeschafft, die als sogenannte „fliegende Brücke“ nach dem Prinzip einer Gierseilfähre [1] angetrieben wurde. 1879 wurde Fähre und Fährrecht an die Familie Röder veräußert, die den Fährbetrieb bis zur Einweihung der Mainbrücke Randersacker im Jahr 1913 betrieb.

Fährverkehr nach dem Zweiten Weltkrieg von 1945 bis 1968[Bearbeiten]

Nach der Zerstörung der Mainbrücke Randersacker am 1. April 1945 wurde ersatzweise ein Personenfährbetrieb durch Fischerschelche aufgenommen, die am Bug verbreitert wurden um auch kleinere Fahrzeuge übersetzen zu können. 1946 baute die Schiffswerft Johann Hupp aus Eibelstadt eine neue Gierseilfähre mit neun Tonnen Nutzlast. Mit Ausbau der Mains zur Großschifffahrtsstraße und der Staustufe Randersacker war die Flussströmung für den Betrieb einer Seilfähre zu gering. Deshalb entschloss sich die Marktgemeinde Randersacker im Jahr 1950 eine Motorfähre von der Stadt Obernburg zu übernehmen die auch höhere Nutzlasten tragen konnte.

Ehemalige Betriebszeiten[Bearbeiten]

Die Fahrzeiten waren ganzjährig zwischen 6.00 Uhr und 20.00 Uhr, an Sonn- und Feiertagen in den Sommermonaten (April bis September) von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr und im Winter (Oktober bis März) von 13.00 bis 20.00 Uhr.

Ende des Fährverkehrs[Bearbeiten]

Betriebswirtschaftlich hat sich der Fährbetrieb nie gerechnet. Nach mehrmaligen Gebührenerhöhungen und der Fertigstellung der Konrad-Adenauer-Brücke wurde die Fähre immer weniger genutzt. Am 30. November 1968 wurde der Fährverkehr auf Beschluss des Randersackerer Marktgemeinderates schließlich komplett eingestellt.

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

Für die freundliche Unterstützung bedanken wir uns beim Archiv der Marktgemeinde Randersacker.

Weblinks[Bearbeiten]

Hinweise und Erläuterungen[Bearbeiten]

  1. Nähere Informationen zur Gierseilfähre bei Wikipedia [1].

Kartenausschnitt[Bearbeiten]

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