Mainbrücke (Segnitz)

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Neue Mainbrücke (2012)
Alte Mainbrücke (2009)

Die Mainbrücke Segnitz verbindet mit der Staatsstraße 2273 am Flusskilometer 277 Segnitz mit Marktbreit über den Main.

Geschichte

1887 beschloss der Segnitzer Gemeinderat den Bau der Mainbrücke, die eine jahrhundertealte Fährverbindung ersetzen sollte. Am 20. März 1893 war der erste Spatenstich und am 3. Dezember des gleichen Jahres die feierliche Brückeneinweihung. Die steinernen Pfeiler und Widerlager hatte der Marktbreiter Baumeister Michel errichtet, den eisernen Überbau, vier Brückenfelder als Einfeldträger mit zwei oberhalb der Fahrbahn liegenden, parallelgurtigen Fachwerkbindern, die Maschinenbauaktiengesellschaft Clett & Cie. Zusätzlich entstand am linken Mainufer ein Brückenzollhaus für den bis 1942 zu entrichtenden Brückenzoll. Die Gesamtbaukosten betrugen 160.000 Mark.

Am 5. April 1945 sprengten deutschen Truppen den Überbau der Brücke. Aufgrund von Materialknappheit und Finanzierungsproblemen begann der Wiederaufbau der zerstörten Brücke erst spät und am 15. Mai 1949 folgte die feierliche Wiedereröffnung des Bauwerks. Den 295 Tonnen schweren Überbau mit 16 Tonnen Tragkraft errichtete das Nürnberger MAN-Werk. 1962 ging die Fachwerkträgerbrücke in das Eigentum des Freistaat Bayern über. 1974/1975 erfolgte eine Verbreiterung der Fahrbahn durch Wegfall der beidseitigen Gehwege und ersatzweise Anordnung einer oberstromseitig befestigten Gehwegkonstruktion. Binnenschiffe kollidierten häufiger mit der Brücke. Im Zeitraum von 1997 bis 2001 prallten dreimal Schiffe gegen die Brückenpfeiler, was 2001 den Bau eines Rammschutzes für den Strompfeiler zur Folge hatte. Noch 2008 fuhr ein Schiff gegen die Schutzdalben. Aufgrund des beschädigten Strompfeilers wurde Anfang des 21. Jahrhunderts 70 m oberhalb der alten Brücke eine neue Stabbogenbrücke aus Stahl errichtet, die mit einer Durchfahrtsbreite von 89 Metern ohne stützende Pfeiler auskommt. Am 20. Februar 2009 war der erste Spatenstich und am 5. September 2010 erfolgte die feierliche Brückeneinweihung.

Verkehrsbedeutung

Die Mainbrücke verbindet die rechtsmainische Staatsstraße 2270 mit der linksmainischen Staatsstraße 2271 in Marktbreit und ist östliche Ausweichstrecke zur Mainüberquerung der gesperrten Neue Mainbrücke (Ochsenfurt).

Nachnutzung der alten Stahlbrücke

Die abgebaute Stahlbrücke dient heute in Einzelteilen als Gestaltungselement des Biergarten am See im Sonderhofener Ortsteil Bolzhausen.

Technik der neuen Brücke

Das Brückenbauwerk ist ein Stahlstabbogenbrücke mit außen liegenden Bögen, Aussteifung der Bögen durch einen Windverband und senkrechte Hänger. Die Querträger dienen als Auflage für die Verbundfahrbahn. Fixiert im Erdreich wurde sie mit Großbohrpfählen.

Technische Daten

  • Brückenlänge: 160,0 m
  • Breite (Geländer): 11,0 m
  • Lichte Stichbogenhöhe: 12,5 m
  • Höhe über höchsten schiffbaren Wasserstand: ≥ 6,4 m
  • Projektkosten: 12,1 Millionen €

Siehe auch

Quellen

Weblinks

Kartenausschnitt

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