Kreuzschlepper Fährbrücker Straße (Hausen b. Würzburg)

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Kreuzschlepper in der Fährbrücker Straße in Hausen b. Würzburg

Der Kreuschlepper Fährbrücker Straße ist ein Baudenkmal in Hausen b. Würzburg im nördlichen Landkreis Würzburg.

Standort

Die Skulptur steht in der Fährbrücker Straße 7 neben dem Rathaus und ist Teil des örtlichen Kriegerdenkmals.

Geschichte

Der Kreuzschlepper wurde 1743 von Kilian und Barbara Hetterich errichtet. Sie wohnten in der Pfarrgasse 5. Kilian Hetterich war Steinmetz von Beruf. Der Kreuzschlepper stand bis 1947 am Straßenrand direkt gegenüber des Rathauses (früher Schule).

1940 wurde der Kreuzschlepper von einem betrunkenen Tierarzt beschädigt. Er wurde renoviert und am 19. Mai 1040 durch Pfarrer Jakob Stößel neu eingesegnet. Sieben Jahre später (1947 wurde er ein zweites Mal zerstört, und zwar durch scheuende Pferde. Zu diesem Zeitpunkt stand er recht ungeschützt mitten auf der Straße. Deshalb entschloss sich der Gemeinderat unter Bürgermeister Schmitt, den wiederum renovierten Kreuzschlepper an einem geschützten Ort zu versetzen. Die Einsegnung nach der zweiten Zerstörung war am 12. Oktober 1947 durch den Fährbrücker Prior Colonat Amrehn.

Im August 2000 wurde der Kreuzschlepper renoviert und die Namen der Gefallenen auf Drängen von Oskar Altenhöfer erneuert. Anfang 2019 begannen die Hausener ihr Rathaus grundlegend zu sanieren. Dazu wurden Kreuzschlepper und Kriegerdenkmal abgeräumt und eingelagert, Rodungsarbeiten gemacht und eine Garage abgebrochen. [1]

Beschreibung

„Kreuzschlepper, Figur des kreuztragenden Christus auf Knien, auf erneuertem Pfeiler mit Heiligenreliefs, Sandstein, bezeichnet 1743.“ Rechts und links des Kreuzschleppers erinnert je eine Tafel mit Namen an die Gefallenen des Ortes im Ersten und Zweiten Weltkrieg. Diese beiden Tafeln wurden 1948 angebracht, kurz vor der Währungsreform. 1950 hat der Sportverein die frühere Umzäunung hergestellt.

Aufbau

Sockel mit abgerundeter Abdeckplatte, Vierkantpfeiler, abgestuftes Kapitell, darüber volutengeziertes Zwischenstück und auf Abdeckplatte Freifigur.

Ikonografie

  • Plastik: Kreuzschlepper
  • Zwischenstückvorderseite: Relief der Dornenkrönung
  • Pfeiler links: Relief der Hl. Barbara (bez. Skt. Barbara) (nach dem Vornamen der Stifterin)
  • Pfeilervorderseite: Relief der Hl. Maria mit dem Kinde (bez. Skt. Maria)
  • Pfeiler rechts: Relief des Hl. Kilian (bez. Skt. Kilian) (nach dem Vornamen des Stifters)

Inschriften

  • Schaft oben: Im Kreuz ist Heil!
  • Auf der Rückseite: Gott und seiner lieben Mutter Maria zu Ehren hat Kilian Hetterich und Barbara seine eheliche Hausfrau diesen Bildstock hier aufrichten lassen, den 16ten Mai 1743
  • Links und rechts befinden sich Steinplatten mit den Namen der Gefallenen der beiden Weltkriege des Ortes.

Bildergalerie

Siehe auch

Quellen und Literatur

  • Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege, Baudenkmäler in Hausen b. Würzburg, Nr. D-6-79-143-3
  • Stefan Popp: Bildstöcke im nördlichen Landkreis Würzburg - Inventarisierung und mentalitätsgeschichtliche Studien zu religiösen Kleindenkmalen. Abschnitt XVII, Würzburg 2004, S. 313 (Online-Fassung)
  • Irene Konrad, Alois Gößmann: Hausen - Erbshausen-Sulzwiesen. Bildstockband zum 400-jährigen Bestehen der Pfarrei Hausen und der Filialkirche Erbshausen-Sulzwiesen (1613-2013). 2013. (Erhältlich im Pfarrbüro der Pfarreiengemeinschaft Fährbrück)

Weblinks

Einzelnachweise

Kartenausschnitt

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