Hindenburgkaserne

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Historische Abbildung: Eingang zur Hindenburgkaserne

Die Hindenburgkaserne war eine militärische Liegenschaft der Wehrmacht, nach 1945 war hier eine Nachrichteneinheit der US-Army im Stadtbezirk Zellerau stationiert.

Lage[Bearbeiten]

Das Areal der ehemaligen Hindenburgkaserne erstreckt sich entlang der Weißenburgstraße und Mainaustraße sowie des Moscheewegs.

Namensgeber[Bearbeiten]

Die Kaserne ist benannt nach Paul von Hindenburg, Generalfeldmarschall und deutscher Reichspräsident, der Adolf Hitler zum Reichskanzler ernannte.

Geschichte[Bearbeiten]

Baubeginn der Militärunterkunft war das Jahr 1934. 1935, also bereits ein Jahr später, wurde sie eingeweiht und ihrer Bestimmung an die Wehrmacht übergeben.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das gesamte Areal von US-Army übernommen und war Standort des 123rd Signal Batallion, die Nachrichteneinheit der 3. US-Infanterie-Division. Aufgrund ihrer militärischen Aufgabe verfügte das Batallion über zahlreiche Fahrzeuge und technisches Gerät, das in Garagen und Unterstellhallen gelagert werden musste. 1990 begann der Abzug des US-Batallions aus der Hindenburgkaserne, die 1993 endgültig aufgelöst wurde.

Konversion[Bearbeiten]

Heute ist das 22.500 m² großen Gelände noch größtenteils Brachland, da mehrere Entwürfe zur zivilen Nutzung verworfen wurden. 2011 wurden die Garagenkomplexe in der Mainaustraße und die Häuser mit den Mannschaftsunterkünften abgerissen.

Große Bereiche des Bodens und des Grundwassers sind durch undichte Tanks einer Militärtankstelle verunreinigt worden. Deshalb musste zunächst eine grundlegende Sanierung des Geländes vorgenommen werden. Auftraggeber war das Staatliche Bauamt Würzburg sowie die Stadtbau Würzburg GmbH. Die Sanierungsarbeiten hatten Mitte April 2012 begonnen und wurden zum Jahresende abgeschlossen.

Anfang März 2012 hat der Freistaat Bayern für die staatliche Feuerwehrschule Würzburg das Areal gekauft und wird hier im Zuge der Erweiterung der Feuerwehrschule mehrere Übungshallen und ein Feuerwehrübungsgelände errichten lassen. Spatenstich für dieses 29,5 Mio € umfassende Bauprojekt war im Sommer 2013, Fertigstellung 2016.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Kartenausschnitt[Bearbeiten]

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