Graffiti in Würzburg

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Graffiti in der Zeppelinstraße
Graffito in der Zeppelinstraße

Streetart und Graffiti (Einzahl: Graffito) gibt es in Würzburg an verschiedensten Stellen und in unterschiedlichen Variationen. In vielen Fällen sind diese illegal, es gibt jedoch auch Bereiche, wo legales Sprayen/Malen möglich ist bzw. wo Graffiti bewusst in Auftrag gegeben wurden. Laut dem Würzburger Sprayer Frank Ringleb (Künstlername: „Keim”) umfasst die Gruppe der aktiven Graffiti-Künstler etwa 20 Personen. [1]

Legale Graffiti-Wände[Bearbeiten]

Stadt[Bearbeiten]

  • Die Unterführung in der Zeppelinstraße unter dem Stadtring im Stadtteil Frauenland ist gegenwärtig ein Bereich im Stadtgebiet, in dem Graffiti legal angebracht werden dürfen. An den beiden langgezogenen Betonmauern der Unterführung und am Treppenaufgang sind deshalb besonders großflächige, qualitativ hochwertige Graffiti zu sehen (Hall of fame). Nach einiger Zeit werden diese wieder übermalt und die Fläche steht dann für neue Motive zur Verfügung. Zeitweise wurde die Freigabe der Wände für Sprayer durch die Stadt wieder aufgehoben - gegenwärtig ist Sprayen hier jedoch legal möglich. Es ist jedoch üblich und ein Zeichen von Respekt, dass man sich vor dem Malen mit den örtlichen Künstlern abspricht.
  • Auch in und bei der Fußgänger- und Radfahrerunterführung am Greinbergknoten findet man hochwertige legale Graffiti.

Landkreis[Bearbeiten]

  • Die Gemeinde Leinach hat für Graffiti eine Gemeindemauer freigegeben.

Graffiti-Aufträge[Bearbeiten]

Oft sind es gerade Gemeinden, andere Institutionen oder Privatleute, die Aufträge für Graffiti erteilen. Diese sind jedoch oftmals an Auflagen gebunden:

Stadt[Bearbeiten]

Streetart in der Bonner Straße
  • Im Rahmen des Würzburger Streetmeet-Festivals 2014 - organisiert vom KÖR e.V. - wurden im Stadtgebiet einige Flächen für Streetart freigegeben. Zu sehen sind die Kunstwerke unter anderem an einem Hochhaus in der Bonner Straße (Künstler: „LAGUNA”) und an der Unterführung im Neuen Hafen (Künstler: „Chris SC & Simon SC”).
  • Die Künstlergruppe „Hypozentrum” gestaltete 2006 in der Dominikanergasse eine Klostermauer mit Graffiti [1]. Auftraggeber waren die Würzburger Augustiner. Die Aktion verlief im Rahmen eines Fastenkurses und sorgte über die Stadtgrenzen hinaus für Aufsehen. Das Resultat ist an der Klostermauer auf etwa 20 Metern Länge auch heute noch zu sehen.
  • Die Außenfassade der Diskothek Airport in der Gattingerstraße wurde von den Würzburger Sprayern „Keim” und „Polar” (Künstlernamen) mit großflächigen Graffiti versehen. Diese befinden sich vor allem an der Hinterseite der Diskothek, die frei zugänglich ist.
  • Mystische und düstere Graffiti findet man in der Diskothek Labyrinth in der Beethovenstraße. Während im Inneren ehr dunkle Farben und schwarz dominieren, wurde im Außenbereich gen Innenhof auf freundlichere Farben zurückgegriffen.
  • Ein Graffiti-Auftrag befindet sich auch an der David-Schuster-Realschule. Dieses ist vor allem vom Stadtring aus gut zu sehen. Angefertigt wurde es von „Senix”.
  • Im Auftrag des Fraunhofer-Instituts für Silicatforschung gestalteten zwei Schulklassen zusammen mit dem Künstler „Polar” rund 50 Meter Holz-Bauzaun entlang der Talavera und der Straße Neunerplatz. Die bunten Wände im Stadtbezirk Zellerau standen bis Ende 2012. [2]

Landkreis[Bearbeiten]

  • „Polar” und „Keim” gestalteten die Unterführung in der Nähe der Schiffsanlegestelle in Zell am Main mit einem weißen Sandstrand als Motiv (mit Bezug auf die Nähe zum Main). Die Initiative ging von einem jungen Zeller Bürger aus - die Gemeindeverwaltung gab ihr OK für das Graffiti. [3]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bericht des Jugendmagazins „on3-südwild” über den Würzburger Sprayer Frank Ringleb
  2. Frauenhofer Institut: Bunte Forschung auf dem Bauzaun (11.11.2010)
  3. Main-Post: „Weißer Sandstrand für Zell” (18. April 2011)