Gesellschaft für Fränkische Geschichte

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Die Gesellschaft für Fränkische Geschichte e.V. besteht aus Stiftern, Patronen und den wissenschaftlich arbeitenden Wahlmitgliedern, wobei zu den Stiftern und Patronen zahlreiche fränkische Adelsfamilien zählen.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Gründung der Gesellschaft geht auf eine Initiative des Historikers Prof. Dr. Anton Chroust zurück. Chroust gelang es am 17. Dezember 1904, eine aus Vertretern des Staates, der Städte und der Kirchen, des Adels, des Bürgertums, der Geschichtswissenschaft an den beiden fränkischen Universitäten, der Archive und der Bibliotheken zusammengesetzte Versammlung einzuberufen. Chroust entwickelte sein anspruchsvolles Programm mit dem Hinweis darauf, dass in mehr systematischer Weise als bisher für die Veröffentlichung und Bearbeitung der Quellen zur fränkischen Geschichte Sorge getragen werden müsse. 1927 wurde die Kommission für bayerische Landesgeschichte bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften eingerichtet, welche die Erforschung der bayerischen Geschichte inklusive der fränkischen und schwäbischen zum Ziel hatte. Der Wiederbeginn nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs war schwierig. Beim Bombenangriff auf Würzburg am 16. März 1945 fiel nicht nur die Registratur der Gesellschaft den Flammen zum Opfer sondern auch die Mitgliederkartei. Mit der Wahl des 1961 auf den landesgeschichtlichen Lehrstuhl der Universität Erlangen berufenen Prof. Dr. Gerhard Pfeiffer (1905-1996) zum wissenschaftlichen Leiter der Gesellschaft 1964 setzte eine Epoche ruhiger Fortentwicklung ein.

Organisation[Bearbeiten]

Die Gesellschaft für fränkische Geschichte ist eine außeruniversitäre Forschungsinstitution. Sie setzt sich bis heute aus Stiftern, Patronen und den wissenschaftlich arbeitenden Wahlmitgliedern zusammen. Das Gremium der Wahlmitglieder ergänzt sich durch Kooptation, das heißt durch die nachträgliche Zuwahl neuer Mitglieder. Die Gesellschaft für fränkische Geschichte hat laut Satzung die Aufgabe, "die Erforschung der Geschichte im Bereich des ehemaligen fränkischen Reichskreises, seiner Territorien und angrenzenden Gebiete dadurch zu fördern, dass sie die Quellen der politischen Geschichte, der Rechts-, Verfassungs-, Wirtschafts- und Sozialgeschichte, der Kirchen-, Kunst- und Kulturgeschichte sowie der Münzkunde, der Genealogie, Heraldik und Sphragistik in einer den Anforderungen der Geschichtswissenschaft entsprechenden Weise bearbeiten lässt und die Ergebnisse durch Editionen, Regesten und Darstellungen allgemein zugänglich und verwertbar macht" (Satzung § 1, Abs. 1).

Publikationen[Bearbeiten]

  • I. Reihe: Fränkische Chroniken
  • II. Reihe: Geschichte des Fränkischen Kreises
  • III. Reihe: Fränkische Urkundenbücher und Regestenwerke
  • IV. Reihe: Matrikeln fränkischer Schulen und Stände
  • V. Reihe: Inventare fränkischer Archive
  • VI. Reihe: Regesten fränkischer Bistümer
  • VII. Reihe: Lebensläufe aus Franken, seit 1967 Fränkische Lebensbilder (VII A)
  • VIII. Reihe: Quellen und Darstellungen zur fränkischen Kunstgeschichte
  • IX. Reihe: Darstellungen aus der fränkischen Geschichte
  • X. Reihe: Quellen zur Rechts- und Wirtschaftsgeschichte Frankens
  • XI. Reihe: Bibliographien und Hilfsmittel zur fränkischen Geschichte
  • XII. Reihe: Quellen und Forschungen zur fränkischen Volkskunde
  • XIII. Reihe: Neujahrsblätter

Mitglieder[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]