Georg Arbogast von und zu Frankenstein

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Georg Eugen Heinrich Arbogast Freiherr von und zu Frankenstein

Georg Eugen Heinrich Arbogast Freiherr von und zu Frankenstein (* 2. Juli 1825 in Würzburg; † 22. Januar 1890 in Berlin) war bayerischer Landtagsabgeordneter und Mitglied des Deutschen Reichstags.

Familiäre Hintergründe[Bearbeiten]

Georg Arbogast stammte aus dem Adelsgeschlecht der von Frankenstein. Sein Sohn war der Abgeordnete Freiherr Moritz von und zu Frankenstein.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Frankenstein begann ein Jurastudium in München, übernahm aber schon 1845 nach dem Tod des Vaters den Familienvorsitz mit dem Titel des Reichsfreiherrn und die Verwaltung der Familiengüter.

Politische Laufbahn[Bearbeiten]

1847 wurde er als Nachfolger seines Vaters in die Kammer der Reichsräte, die erste Kammer des Bayerischen Landtages, eingeführt, der er bis zu seinem Tod angehörte und deren Präsident er von 1881 bis 1890 war. Georg Arbogast war als Nachfolger von Karl zu Löwenstein-Wertheim am 24. Mai 1872 bei der erforderlichen Ersatzwahl gewählt und vertrat den Wahlkreis Lohr am Main bis 1890 als Mitglied der Zentrumspartei des Deutschen Reichstags, seit 1875 deren Fraktionsvorsitzender und von 1879 bis 1887 Reichstagsvizepräsident. König Ludwig II. von Bayern wollte Frankenstein nach den Landtagswahlen von 1875 zum Ministerratsvorsitzenden ernennen, doch dieser lehnte ab, weil er befürchtete, dass Otto von Bismarck die Ernennung eines profilierten Katholiken als Provokation empfinden und zum Anlass für eine antibayerische Politik nehmen könnte.

Ehrungen und Auszeichnungen[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  • Artikel „Franckenstein, Georg Arbogast Freiherr zu“ von Martin Spahn in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 49 (1904), S. 226–235, Onlineversion vom 30. März 2019, 17:30 Uhr UTC

Weblinks[Bearbeiten]