Gedenkstein Hühnleinsberg (Rottendorf)

Der Gedenkstein Hühnleinsberg ist ein Denkmal in der Gemarkung von Rottendorf.
Standort
Der Gedenkstein steht in der Flurlage „Hühnleinsberg“ (Flurstück Nr. 3772), dem sogenannten Gleisberg, nordöstlich von Rottendorf. Eine Bank lädt zum Verweilen ein.
Geschichte
Das Denkmal ist dem bei einem Fuhrunglück im Jahr 1899 verstorbenen Rottendorfer Bürgermeister Andreas Reißmann gewidmet. Seine Ehefrau stiftete es zum Gedenken an ihren Mann, der im Alter von 65 Jahren an dieser Stelle durch sein umstürzendes Fuhrwerk tödlich verunglückte.
Der verwitterte Gedenkstein, verdeckt von einer Hecke mit marodem Fundament und fehlender Bekrönung, wurde im Jahr 2008 auf Veranlassung des Arbeitskreises Land(wirt)schaft der Agenda 21 restauriert und vervollständigt. In diesem Zusammenhang wurde auch die Umgebung neu gestaltet und mit einer Ruhebank ausgestattet. Am 7. April 2009, genau 110 Jahre nach dem Fuhrunglück, konnte der Gedenkstein wieder aufgestellt werden.
Beschreibung
Der rundbogige Gedenkstein mit einer Gesamthöhe von 186 cm aus rotem Sandstein mit bekrönendem Kreuz steht nach der Renovierung auf einem rechteckig gestaltetem Steinsockel mit abgeflachter Deckplatte über einem Fundament aus gepflasterten Steinen.
Das zerbrochene, in Bruchstücken vorhandene Kreuz des Denkmals wurde dem Original entsprechend vom Würzburger Steinmetz Boris Rycek nachgebildet, der Stein gereinigt bzw. restauriert und die Inschrift in Dunkelrot nachgezeichnet. Die mit verschiedenen Ornamenten u.a. dem Sonnenmotiv gestaltete Oberflächenstruktur der Umrahmung der Inschrift verleiht dem Gedenkstein in Verbindung mit dem aus Baumstämmen geformten Kreuz mit den sichtbaren Astlöchern ein für seine Entstehungszeit vergleichsweise modernes Aussehen.
Inschriften
- Fuhrunglück / am 7. April 1899 / Herr /And. Reißmann / 65 Jahre alt. 18 Jahre / Bürgermeister i. Rottendorf / Gewidmet von seiner lieben / Gattin u. Kinder
- Sockelfuß: Wir beten Vater unser
Bildergalerie
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Gedenkstein
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Gedenkstein
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Inschrift
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Bekrönungskreuz
Siehe auch
Quellen und Literatur
- Irene Meeh: Rottendorf - 1933 bis 2015. Hrsg.: Gemeinde Rottendorf 2015, S. 394 f. ISBN: 9783000526183 [1]
- Angela Treiber: Rottendorf - Zur Geschichte einer unterfränkischen Gemeinde. Hrsg.: Gemeinde Rottendorf, Selbstverlag, Rottendorf 1991, S. 486 [1]
