Thiergarten-Moor

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Thiergarten-Moor (Bollinger See Süd bzw. Finstersee)
Thiergarten-Moor (Bollinger See Nord)

Das Thiergarten-Moor (auch: Tiergarten-Moor, Tiergartensumpf) ist ein etwa vier Hektar großes, flächenhaftes Naturdenkmal südwestlich von Höchberg und ein bedeutendes Torfmoorgebiet im Landkreis Würzburg.

Lage[Bearbeiten]

Das Thiergarten-Moor liegt in einer langgestreckten u-förmigen Mulde überwiegend auf Höchberger Gemarkung, nördlich des Eisinger Erbachshof, westlich der Bundesstraße 27 und südlich der Eisinger Höhe umgeben von einem Waldgebiet. Durch das Moor verläuft die Gemarkungsgrenze Höchberg/Waldbüttelbrunn.

Die Wasserflächen werden offiziell auch als „Bollinger See Nord“ und „Bollinger See Süd“ (letzterer auch: „Finstersee“) bezeichnet, die wiederum durch einen kleinen Geländesattel getrennt sind.

Namensgeber[Bearbeiten]

Der Name des Thiergarten-Moores leitet sich von den unmittelbar benachbarten Waldgebieten - den Tiergärten - ab, die früher den Würzburger Fürstbischöfen auf der Festung Marienberg lange Zeit als ein Wildgehege dienten. Die „Sümpfe im Thiergarten“, wie das Moor auch genannt wurde, waren für ihren floristischen Reichtum und ihre Moorpflanzen bekannt.

Pflanzenarten[Bearbeiten]

Etwa zwei Drittel der Gesamtfläche des Moores ist geprägt durch Schwingrasen, der sich wiederum primär aus Seggen (Sauergrasgewächse, wie z.B. Schnabel-Segge, Steifsegge) und Torfmoosen bildet. Wasserschierling und Sumpf-Haarstrang werden wiederum stark durch Binsengewächse wie Flatter-Binse verdrängt.

Das Thiergarten-Moor beheimatet darüber hinaus Weiden, Birken, Erlen (Erlenbruchwald), Riedgräser und Kräuter.

Schutz[Bearbeiten]

Das Moor ist seit dem 29. Juli 1982 als flächenhaftes Naturdenkmal (Flächennaturdenkmal) ausgewiesen. Bedroht ist das Schutzgebiet insbesondere durch den Eintrag von Dünger der nördlich bzw. nordwestlich oberhalb angrenzenden Felder sowie durch den Klimawandel (Trockenheit).

Besucherinformation[Bearbeiten]

Von Höchberg aus führt der Grundweg zum Moor. Von Eisingen aus gelangt man über die Waldbüttelbrunner Straße zu dem Naturdenkmal. Für den Besuch des Moors empfiehlt sich festes Schuhwerk und zur Jagdzeit eine möglichst auffällige Kleidung (z.B. Warnweste).

Verboten sind Reiten, das Füttern von Enten, Grillen, Zelten, Abkehren von Wegen, Betreten des Moores und Schlittschuh-Laufen.

Bilder[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Kartenausschnitt[Bearbeiten]

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