Burgstall Oberhofen

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Früherer Standort der Burg Oberhofen
Sumpfiger Wald am früheren Standort
Möglicherweise Reste des Turmhügels

Burg Oberhofen (auch: Schloss Oberhofen, Turmhügel Oberhofen) war eine Burg zwischen Sonderhofen und Sächsenheim.

Lage[Bearbeiten]

Die Burg lag etwa 1.000 Meter westlich von Sonderhofen und etwa 1.600 Meter südöstlich von Sächsenheim in der Flur (siehe Kartenausschnitt). Man erreicht den früheren Standort entweder über die Oberhofer Straße (an der sternförmigen Kreuzung nach Süden abbiegen) oder über eine Abzweigung von der Kreisstraße 41. Südlich der abgegangenen Burg hat der vorbeifließende Sonderhofener Mühlbach drei Quellen.

Schreibweise[Bearbeiten]

Die Schreibweise des Namens variiert zwischen Oberhofen und Obernhofen.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege bezeichnet das Bodendenkmal (D-6-6425-0076) als „Mittelalterlicher Turmhügel“. Erwähnt wird die Burg am 11. Juni 1253 als Gottfried von Hohenlohe seinen Hof in Oberhofen dem Deutschen Orden überschreibt zum Ersatz für eine Geldsumme, die der Orden an Engelhard von Osternohe für ihn ausgelegt hatte. 1292 verkaufte Kraft von Hohenlohe seine Güter in Oberhofen dem Würzburger Dominikanerinnenkloster St. Markus. 1371 wird Oberhofen in einem Urkundenbuch der Hohenlohe von Weller lediglich noch als Burgstall bezeichnet. In den Jahren 1584 und 1586 ist lediglich noch von einer Wüstung die Rede. Warum die Burg aufgegeben wurde ist nicht dokumentiert.

Heutige Situation[Bearbeiten]

Nach der abgegangenen Burg ist die Oberhofer Straße in Sonderhofen benannt, die zum früheren Standort führt. Von der einstigen Burg ist nichts mehr zu sehen. Möglicherweise bilden einige sichtbare Erdwälle im östlichen Geländeteil noch Reste der einstigen Anlage. In dem kleinen Waldstück steht heute ähnlich wie bei einem Bruchwald teilweise knietief das Wasser.

Klassifizierung[Bearbeiten]

Aufgrund der Artenvielfalt ist das Gelände als Geschützter Landschaftsbestandteil nach § 29 BNatSchG ausgewiesen. Ein Betreten ist somit aus Rücksicht auf die Natur nicht möglich.

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

Kartenausschnitt[Bearbeiten]

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