Berg bei Unterleinach

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Der Berg bei Unterleinach ist ein rund zehn Hektar großes Naturschutzgebiet östlich von Unterleinach.

Lage[Bearbeiten]

Das Naturschutzgebiet liegt am Südhang des Eschbergs südlich der Wartturmruine Leinach. Die Bergstraße führt von Unterleinach aus zum Schutzgebiet.

Entstehung[Bearbeiten]

Der Berg war Jahrhunderte lang extensiv genutztes Weinland. [1] Die als „Alte Weinberge“ bezeichneten Rebflächen wurden mit einem typischen fränkischen Mix aus alten Rebsorten angelegt und dabei die traditionelle fränkische Pfahlerziehung angewendet. Diese Form des Anbaus findet man heute nur noch in Museumsweinbergen. Bis auf wenige Ausnahmen wurde der Weinbau in diesem Bereich jedoch aufgegeben und so eroberte sich die Natur das Gelände und die alten Weinbergsmauern zurück. Durch seine wertvollen Biotopstrukturen ist der Hangbereich heute zu großen Teilen Naturschutzgebiet. Dieses wurde am 3. Juni 1991 vom Landratsamt Würzburg per Verordnung ausgewiesen.

Flora und Fauna[Bearbeiten]

Im Naturschutzgebiet findet man Trocken- und Magerrasen, die mit einzelnen Gehölzen und alten Weinbergsmauern durchsetzt sind. Das Ökosystem im trocken-heißen Gelände ist Lebensraum für Weinbergs-Lauch, Wilde Tulpe (Weinberg-Tulpe), Dost (eine Gewürzpflanze), Küchenschelle und Trauben-Gamander. Das Schutzgebiet ist Heimat für zahlreiche Insekten (u.a. Schmetterlinge, Heuschrecken) und Reptilien (u.a. Eidechsen, Schlingnattern) und bietet auch seltenen/bedrohten Tierarten wichtigen Lebensraum.

Besucherinformation[Bearbeiten]

Lehrpfadmarkierung

Seit September 2004 besteht der rund sieben Kilometer lange erste Leinacher Naturlehrpfad am Berg, der auch durch das Schutzgebiet führt. Das Zeichen für den Weg ist „Hugo", eine weiße Turmschnecke. Die weiße Turmschnecke oder Märzenschnecke ist eine Schneckenart, die sich auf das Leben auf dem trockenen und oft heißen Magerrasen spezialisiert hat. Im Naturschutzgebiet sind Fahrradfahren, Reiten, Grillen, offenes Feuer, laute Musik und Müllentsorgung verboten. Hunde müssen an der Leine geführt werden. Besucher sollen außerdem auf den Wegen bleiben und keine Pflanzen/Blumen mitnehmen.

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Kartenausschnitt[Bearbeiten]

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