Bahnhof Erlabrunn

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Der ehemalige Bahnhof Erlabrunn war ein Durchgangsbahnhof am Streckenkilometer 10,1 der Ludwig-West-Bahn (KBS 800) von Würzburg nach Aschaffenburg. Er entstand mit dem Bau der Bahnlinie, die am 1. Oktober 1854 komplett in Betrieb genommen wurde.

Lage[Bearbeiten]

Der Bahnhof lagt rechtsmainisch in der Gemarkung Thüngersheim und für Bürger aus Erlabrunn nur über den Fußgängersteg an der Schleuse Erlabrunn erreichbar. Bürger aus dem Ortsteil Staustufe (Thüngersheim) hingegen konnten das Verkehrsangebot unmittelbar nutzen.

Ausstattung[Bearbeiten]

Der Bahnhof lag unmittelbar an einem beschrankten Bahnübergang. Das kombinierte eingeschossige Bahnhofs- und Bahnwärtergebäude aus Holz lag auf der südlichen Seite (Fahrtrichtung Würzburg). Auf der gegenüberliegenden Seite lag ein unbefestigter Außenbahnsteig. Die Übergangsstelle über die Gleise bildete der Bahnübergang. Im Stationsverzeichnis von 1906 trägt er noch den Namen "Erlabrunn in Unterfranken".

Stilllegung und Abriss[Bearbeiten]

Aufgrund seiner Lage auf der gegenüberliegenden Mainseite und der damit verbundenen Entfernung zum Ort wurden die Fahrgastzahlen immer geringer und die Bedienung mit haltenden Zügen eingestellt. Am 3. Juni 1973 wurde er letztendlich stillgelegt und danach abgerissen. [1] Der Bahnübergang wurde zugunsten eines nördlich gelegenen Brückenneubaus der Brücke Süd über die Gleise und die Bundesstraße 27 entfernt. Die Ruine des Bahnhofs- und Schrankenwärtergebäudes stand noch bis 2015.

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Gemeinde Erlabunn: 800 Jahre Erlabrunn, 2009, Druck und Medienservice Göhl, Reichenberg, S. 203

Weblinks[Bearbeiten]

Kartenausschnitt[Bearbeiten]

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