Alte Mainbrücke (Winterhausen)

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Westlicher Brückenrest in Winterhausen
Brückendenkmal auf Sommerhäuser Seite

Die Alte Mainbrücke Sommerhausen-Winterhausen verband 48 Jahre lang die beiden Marktgemeinden über den Main.

Lage[Bearbeiten]

Die Brücke verlief in der Sichtachse zwischen den heute profanierten ehemaligen Pfarrkirche St. Mauritius in Winterhausen und der Frauenkirche in Sommerhausen und verband so die Ortsmitten miteinander. Die Brücke lag etwa 250 Meter südlich des heutigen Mainübergangs.

Geschichte[Bearbeiten]

Die brückenzollpflichtige steinerne Brücke zwischen Sommerhausen und Winterhausen wurde 1897 erbaut. Auf der Tafel über der Tür zum Zollhaus steht: „Die Brücke wurde von der Marktgemeinde Sommerhausen durch Bürgermeister Gottlieb Wenninger erbaut im Jahre 1897.“ und der Segensspruch: „Befiehl dem Herrn deine Wege und hoff auf ihn!“

Ende der Brücke[Bearbeiten]

Am 23. Februar 1945 um 11.49 Uhr wurde der Mainübergang durch den Abwurf von 132 Fliegerbomben zerstört. Drei Menschen starben bei diesem Angriff. Von der Brücke selbst blieben nur noch die Pfeiler und ein Brückenbogen. Die Brücke wurde daraufhin nicht wieder aufgebaut. Zwischenzeitlich übernahm die Mainfähre Sommerhausen-Winterhausen wenige Meter nördlich der Brücke den Transport über den Fluss, bis 1970 die neue Mainbrücke Sommerhausen-Winterhausen etwa 250 Meter nördlich fertiggestellt wurde.

Heutige Zeugnisse[Bearbeiten]

Der Brückenkopf auf der linken Mainseite ist mit der Auffahrtsrampe und dem Brückenzollhaus sowie Resten des ersten Brückenbogens erhalten geblieben. Ebenso existiert noch die Kopfsteinpflasterfahrbahn mit einseitigem Gehsteig, die eisernen Brückengeländer und die beidseitigen steinernen Treppenaufgänge auf die Brücke. Der Brückenkopf ist balkonartig ausgebildet, bietet eine Ruhebank und einen schönen Überblick über die Mainauen.

Auf der gegenüberliegenden Sommerhäuser Flussseite wurde 2005 mit Resten der alten Mainbrücke ein Brückendenkmal mit zwei kleinen Gedenktäfelchen geschaffen. Auf dieser kleinen Aussichtsplattform mit Geländer und Sitzgelegenheit ist mit Kopfsteinpflaster die frühere Fahrbahn angedeutet. Am Brückendenkmal ist eine Fliegerbombe angebracht, deren Typ 1945 mehrfach auf die Brücke abgeworfen wurde. An der Südseite des Denkmals prangt das Sommerhäuser Ortswappen.

2013 wurde auf der Sommerhäuser Seite aus Steinen der Brücke eine Slipstelle für die Freiwillige Feuerwehr Sommerhausen erbaut.

Bildergalerie[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  • Gedenktafeln am Brückenzollhaus und Brückendenkmal
  • Auskunft Tourist-Information Sommerhausen