Weinbau in Würzburg und Umgebung

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Fränkische Bocksbeutel
Weinlese
Weinlese

Hier finden sich Informationen rund um den Weinbau in Stadt und Landkreis Würzburg.

Geschichte[Bearbeiten]

Kultiviert wurde die Weinrebe am dem Jahr 300. Den ersten urkundlichen Hinweis auf Weinanbau in Würzburg liefert eine Markungsbeschreibung aus der Zeit des Frankenkaisers Karls des Großen aus dem Jahr 779. Im heute noch so bekannten Alandsgrund zwischen Würzburg und Randersacker baute der Freie Fredthand in seinem „Weingarten” Reben an. Der Umfang der in der Quelle genannten Anbautätigkeit lässt darüberhinaus auf eine noch längere landwirtschaftliche Tradition schließen. [1] Nicht zuletzt aufgrund des umfangreichen Weinanbaus durch das Würzburger Bürgerspital erlangte der heute weltweit geschätzte Frankenwein seine Bedeutung. [2]

Fakten zum Frankenwein[Bearbeiten]

Rebsorte Silvaner
  • Franken hat eine Anbaufläche von 6.063 Hektar und ist somit das sechstgrößte Weinbaugebiet Deutschlands (nach Rheinhessen, Pfalz, Baden, Württemberg und Mosel).
  • Rund 80% der angebauten Frankenweine sind Weißweine, angeführt von den Sorten Müller-Thurgau (1754 ha, abnehmend), Silvaner (1380 ha, zunehmend) und Bacchus (736 ha, leicht abnehmend). Bei den Rotweinen werden die Rebsorten Domina (337 ha, leicht abnehmend), Blauer Spätburgunder (260 ha, gleichbleibend) und Dornfelder (151 ha, gleichbleibend) bevorzugt angebaut (Stand: 2012). Über einen längeren Zeitraum betrachtet haben vor allem Rotweine eine Zunahme zu verzeichnen.
  • Der teuerste Weißwein ist der 2009er BT Spätlese trocken vom Juliusspital. 0,75 Liter kosten 35 Euro.
  • Der teuerste Rotwein ist vom Weingut Rudolf Fürst aus Bürgstadt. Es handelt sich um einen 2007er Hunsrück Spätburgunder „R" trocken, 0,75 Liter kosten 85 Euro.
  • Der älteste noch trinkbare Wein ist ein 1540er Würzburger Stein Riesling. Die letzte Flasche befindet sich im Bürgerspital zum Heiligen Geist. Es handelt sich dabei um Wein, der aus dem Schwedenfass in Flaschen umgefüllt wurde.
  • Die am häufigsten verwendete Flaschenform ist die Literflasche (44%), gefolgt vom Bocksbeutel (32%).

Quellen: [3] [4]

Rebsorten[Bearbeiten]

Weiße Rebsorten[Bearbeiten]

Albalonga, Bacchus, Blauer Silvaner, Bukettraube, Grauer Burgunder, Chardonnay, Fontanara, Huxelrebe, Johanniter, Kanzler, Kerner, Mariensteiner, Morio-Muskat, Müller-Thurgau, Ortega, Perle (Neuzüchtung der Perle von Alzey), Putzscheere, Rieslaner, Riesling, Sauvignon Blanc, Scheurebe, Silvaner, Solaris, Traminer, Weißburgunder.

Rote Rebsorten[Bearbeiten]

Acolon, Blauburger, Blaufränkisch, Cabernet Cubin, Cabernet Dorsa, Domina, Dornfelder, Frühburgunder, Merlot, Portugieser, Regent, Saint Laurent, Schwarzriesling („Müllerrebe“), Spätburgunder, Tauberschwarz, Zweigelt.

Würzburgs größte Weingüter (nach Rebfläche)[Bearbeiten]

Weingüter mit Lagen im Stadtgebiet Würzburg[Bearbeiten]

Weingut bewirtschaftete Lagen
Weingut Bürgerspital Stein, Stein-Harfe, Innere Leiste, Abtsleite, Pfaffenberg.
Weingut Juliusspital Würzburger Stein (Würzburg), Würzburger Innere Leiste (Würzburg), Randersackerer Pfülben (Randersacker), Iphöfer Julius-Echter-Berg (Iphofen), Escherndorfer Lump (Escherndorf), Rödelseer Küchenmeister (Rödelsee), Volkacher Karthäuser (Volkach)
Weingut A. Fesel Würzburger Kirchberg (Würzburg).
Weingut Wagner Würzburger Kirchberg (Würzburg).
Weingut am Stein Ludwig Knoll Würzburger Stein (Würzburg), Würzburger Innere Leiste (Würzburg), Stettener Stein (Stetten).
Weingut Reiss Würzburger Stein, Würzburger Pfaffenberg, Randersackerer Sonnenstuhl, Veitshöchheimer Sonnenschein, Thüngersheimer Scharlachberg, Randersackerer Pfülben und Himmelstadter Kelter.
Staatlicher Hofkeller Würzburg Würzburger Stein, Würzburger Innere Leiste, Würzburger Schlossberg, Randersackerer Pfülben, Dorfprozeltener Predigtstuhl, Großheubacher Bischofsberg, Hörsteiner Abtsberg, Kreuzwertheimer Kaffelstein, Abtswinder Altenberg und Handthaler Stollberg, Iphöfer Julius-Echter-Berg, Hammelburger Trautlestal

Weinanbau im Landkreis Würzburg[Bearbeiten]

Zahlreiche Gemeinden des Landkreises Würzburg verfügen über Weinanbauflächen und Weinbaubetriebe.

► Siehe Weinlagen im Landkreis

Weinbaubetriebe im Landkreis Würzburg[Bearbeiten]

Erlabrunner Ortsschild.JPG
Bergtheim
Privatweingut Schmitt
Eibelstadt
Weingut Breunig
Weingut Walter Leininger
Erlabrunn
Weingut Erwin Blass
Weingut Frank Hausknecht
Weingut Klemens Körber
Weingut Otto Körber
Frickenhausen
Weingut Meintzinger
Weingut Bickel-Stumpf
Gerbrunn
Weingut Edwin Huttner
Weingut Ludwig Schmitt
Lindelbach
Winzerhof Weißenberger
Margetshöchheim
Weingut Scheuring
Obereisenheim
Weingut Herbert Schuler
Weingut Krämer
Weingut Rudolf und Susanne Heim
Weingut Jung
Randersacker
Weingut Arnold
Weingut Stefan Bardorf
Weingut Brand
Weingut Edelhof
Weingut König
Weingut Richard Schmitt
Weingut Schmitt's Kinder
Weingut Trockene Schmitts
Weingut J. Störrlein und Krenig
Remlingen
Weingut Armin Weiss
Rimpar
Weingut Rumpel & Schömig
Weingut Veitsmühle
Röttingen
Weingut Eugen Bach
Weingut Udo Engelhardt
Weingut Alois Hofmann
Weingut Gerald Poth
Sommerhausen
Weingut Schloss Sommerhausen
Weingut Felshof
Weingut am Ölspiel
Weingut im Pastoriushaus
Weingut Friedrich Wagner
Untereisenheim
Weingut Hirn
Theilheim
Winzerhof Wallrapp
Thüngersheim
Weingut Schwab
Weingut Hermann Bauer
Weingut Stefan Bauer
Weingut Gebr. Geiger jun.
Weingut Geiger & Söhne
Weingut A. & M. Klüpfel
Veitshöchheim
Weingut Hessler
Winterhausen
Weingut Frank Meyer
Weingut Karl Stöcker

Weinwanderwege[Bearbeiten]

Entlang folgender Wanderwege kann man nicht nur die Natur und die Aussicht genießen, man erfährt auch Wissenswertes rund um den Weinanbau.

Weitere Weinwanderwege und Weinlehrpfade finden sich in zahlreichen Landkreisgemeinden. Siehe Wanderwege im Landkreis.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Werner Dettelbacher: 1200 Jahre Weinbau in Würzburg: 779-1979. Hrsg. von der Stadt Würzburg in Zusammenarbeit mit dem Fränkischen Weinbauverband. Fränkische Gesellschaftsdruckerei, Würzburg 1979. (Stadtbücherei Magazin Dxk Det)
  • Werner Lutz: Die Geschichte des Weinbaus in Würzburg im Mittelalter und in der Neuzeit bis 1800. Mit Kartenbeilage. Mainfränkische Hefte Nr. 43. HartDruck, Volkach 1965. (Stadtbücherei Magazin Dxk Lut)
  • Herbert Haas: Mittelalterlicher Weinanbau in der 'villa Randersacker' und dem südlichen Maindreieck. Eine ungewöhnliche Weinstory. Verlag Königshausen & Neumann, 2005. ISBN 3-8260-3169-5
  • Peter Oettinger: Die Verflechtung von Fremdenverkehr und Weinbau in Mainfranken. Institut für Geographie und Geologie, Würzburg, 1984.
  • Alfred Schmitt: Würzburg und der Wein. In: „Würzburg. 1300 Jahre Stadtleben“, Hrsg.: Klaus M. Höynck, Alexander von Papp, Echter-Verlag, Würzburg, 2003.
  • Richard Glaub: Die Würzburger Spitäler retteten den Frankenwein. Ganz Mainfranken ist eine Weinbruderschaft - Fränkische Qualität entscheidet den Bocksbeutelkrieg, in: 15 Jahrhunderte Würzburg. Eine Stadt und ihre Geschichte, hrsg. von Heinz Otremba und Bruno Rottenbach, Echter-Verlag, Würzburg 1979, S. 419-425.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Die Geschichte des fränkischen Weinbaus bei www.weinland-franken.de [1]
  2. Bruno Rottenbach: 660 Jahre Bürgerspital. In: 15 Jahrhunderte Würzburg. Hrsg. von Heinz Otremba, Echter-Verlag, Würzburg 1979, S. 268-280; S. 280a
  3. Main-Post vom 2. Juli 2011 (S. 34): Frankenwein
  4. Main-Post: Weinbaustatistik: Müller-Thurgau führt Hitliste an (09.04.2013)
  5. Information des Weingut Juliusspital
  6. Information der Staatlichen Hofkellers
  7. Information des Weinguts Bürgerspital (es gibt davon abweichende Angaben)