Straßenbahn

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Linie 1 Grombühl - Sanderau
Linie 2 Hauptbahnhof - Zellerau
Linie 3 Hauptbahnhof - Heuchelhof
Linie 4 Sanderau - Zellerau
Linie 5 Grombühl - Rottenbauer
Straßenbahn der Linie 5, Haltestelle Dom
Straßenbahn der Linie 4, Haltestelle Ulmer Hof

Das Würzburger Straßenbahnnetz umfasst die Linien 1 bis 5, welche die Würzburger Stadtbezirke Sanderau, Grombühl, Zellerau, Heidingsfeld, Heuchelhof und Rottenbauer mit der Altstadt verbinden. Eine sechste Linie durch das Frauenland ist in Planung. Von Würzburgern wird die Straßenbahn meist nur Straba genannt.

Die Straßenbahn verkehrt nur innerhalb der Stadtgrenzen (Gemarkung Würzburg, Heidingsfeld und Rottenbauer). Alle Stationen befinden sich innerhalb des Tarifbereichs "Großwabe Würzburg".

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Streckennetz

Einen Übersichtsplan des VVM über das Liniennetz der Straßenbahn gibt es hier.

[Bearbeiten] Sanderau

Anbindung durch die Linie 1 und 4. Ab der Haltestelle Dom verkehrt die Linie 1 über den Hauptbahnhof nach Grombühl, die Linie 4 über das Congress Centrum in die Zellerau. Endhaltestelle ist die Königsberger Straße mit einer Wendeschleife. In der Sanderau befindet sich zudem der Betriebshof der WSB in der Friedrich-Spee-Straße.

[Bearbeiten] Grombühl

Der Stadtbezirk Grombühl ist mittels der Linien 1 und 5 ans Straßenbahnnetz angeschlossen. Beide verkehren zum Hauptbahnhof, Linie 1 weiter in die Sanderau, Linie 5 über Heidingsfeld und Heuchelhof bis Rottenbauer. Innerhalb des Grombühl verkehrt die Straßenbahn eingleisig in einem Ringverkehr. Nach Osten durch die Petrinistraße und parallel durch die Robert-Koch- und Matterstockstraße wieder Richtung Westen. Beim Wagnerplatz treffen die Stränge wieder aufeinander. Endhaltestelle ist die Pestalozzistraße. Eine Verlängerung der Trasse entlang der Josef-Schneider-Straße (Uni-Klinikum) ist baureif. Die Finanzierung der Eingriffe in Grund und Boder der Uni-Klinik ist noch in der letzten Abstimmung.

[Bearbeiten] Zellerau

Endhaltestelle in der Zellerau ist Mainaustraße. Es verkehren die Linien 2 (zum Hauptbahnhof) und 4 (in die Sanderau). Im Schwachlastverkehr fährt nur die Linie 4, ergänzt um eine Schleife zum Hauptbahnhof.

[Bearbeiten] Heidingsfeld

Ab dem Sanderring zweigen die Linien 3 und 5 über die Löwenbrücke ab und verkehren entlang der Mergentheimer Straße nach Heidingsfeld. Zentrale Umsteigestation zu mehreren Buslinien ist dort die Haltestelle Reuterstraße. Die Strecke zum Heuchelhof wurde 1989 eröffnet und zweigt von der Heidingsfelder Trasse vor dem Zentrum ab. Die Verlängerung nach Rottenbauer erfolgte 1997. Bis 2001 befand sich die Endstation der Linie 3 am Heidingsfelder Ostbahnhof, wegen der höheren Nachfrage wurde die Linie 3 aber zum Heuchelhof umgeleitet. Mit der Linie 3 kann man einerseits den Heuchelhof, andererseits den Hauptbahnhof erreichen. Die Linie 5 führt darüber hinaus bis Rottenbauer bzw. Grombühl.

[Bearbeiten] Heuchelhof

Die Endhaltestelle der Linie 3 Heuchelhof-Hauptbahnhof befindet sich am Athener Ring. Die Linie 5 Grombühl-Rottenbauer zweigt am Madrider Ring ab. Am Heuchelhof befindet sich im Gewerbegebiet der Betriebshof der NVG.

[Bearbeiten] Rottenbauer

Die Linie 5 endet mit einer Wendeschleife an der Haltestelle Rottenbauer. Die längste Linie des Straßenbahnnetzes verkehrt bis Grombühl.

[Bearbeiten] Linienübergreifende Umläufe

Am Hauptbahnhof linienübergreifende Umläufe bilden die Linien 2 und 3. Weiterhin bilden die Linien 1, 4 und 5 werktags einen gemeinsamen Umlauf.

[Bearbeiten] Nachtverkehr

In der nächtlichen Betriebspause der Straßenbahn verkehrt zwischen ca. 1 Uhr und 5.30 Uhr die Nachtbuslinie 90. Sie verbindet in einer Sammellinie die tagsüber von der Straba angefahrenen Stadtteile. Die Linienführung variiert und wird mit N1 bis N7 bezeichnet.

[Bearbeiten] Fahrgastinformation

Fahrgastinformation am Hauptbahnhof

Für Auskünfte stehen das WVV Kundenzentrum am Hauger Ring 5 (Mo-Fr 8 bis 16.30 Uhr) sowie der WVV-Citypunkt an der Echtergalerie (Mo-Fr 9 bis 17.30 Uhr und Sa 9 bis 13.30 Uhr) zur Verfügung. (Beide Stellen werden in Kürze in die Domstraße 26 zusammengelegt.) Die WVV bietet darüber hinaus mehrere Service-Rufnummern.[1]

[Bearbeiten] Dynamische Fahrgastinformation

An vielen Würzburgern Haltestellen sind digitale Anzeigetafeln installiert, welche von der Leitzentrale per Funk gesteuert werden. Links steht die Linie, in der Mitte das Ziel und rechts die Abfahrts-Uhrzeit bzw. die Zahl der verbleibenden Minuten bis zur Abfahrt.

Mittels einer Laufzeile können auch Informationen zu Änderungen im Fahrplan (etwa bei Unfällen, Demonstrationen, Streiks oder widrigen Wetterverhältnissen) wiedergegeben werden.

Für Menschen mit eingeschränkter Sehkraft ist bereits an einigen Stationen eine Sprachausgabe integriert[2]. Die gelben Kästchen befinden sich meist direkt am Mast der Anzeigetafel, sie sind durch ein regelmäßiges Tonsignal zu erkennen. Auf Knopfdruck wird die aktuelle Anzeige in Form einer Ansage wiedergegeben. Zusätzlich wird die aktuelle Zeit genannt. Das Ansagesystem befindet sich noch in der Testphase (Stand September 2011). Bei unmittelbar hintereinander einfahrenden Bahnen kann die Ansage noch von der tatsächlichen Zugfolge abweichen.

[Bearbeiten] Ferienfahrplan

Seit 2010 wird der Verkehr auf den Straßenbahn- und einigen Buslinien während der Sommerferien auf einen speziellen Ferienfahrplan umgestellt. Es verkehren in dieser Zeit nur zwei Straßenbahn-Linien:

  • Linie 4: Sanderau-Zellerau (immer über Hauptbahnhof)
  • Linie 5: Rottenbauer-Grombühl (immer über Athener Ring)

Der Fahrplan der beiden Linien wird dafür verändert. In der Zeit von 6-19 Uhr verkehren die beiden Linien Montag bis Freitag im 10-Minuten-Takt (Ferienfahrplan 2012 (pdf)).

[Bearbeiten] Geschichte

-> ausführlich in Geschichte der Straßenbahn

Eine Pferdebahn entstand 1891 und wurde 1892/93 mit 14 Wagen in Betrieb gesetzt. Die erste Linie führte von der Polizeistation Sanderau (Beginn der Virchowstraße) bis zur oberen Juliuspromenade - und kurz darauf bis zum neuen Bahnhof. Die zweite Strecke verkeherte vom Dom über Eichhorn- und Semmelstraße zum Friedhof. 1898 erhielt die Sanderauer Linie einen Abzweig Richtung Am Exerzierplatz und Weingartenstraße.

Mit der Gründung der "Würzburger Straßenbahn AG" wurde im Jahr 1899 die "Elektrische" eingeführt. Bis September 1900 waren alle Linien umgebaut und mit elektrischen Leitungen versehen, sodann wurde der Pferdebahnbetrieb eingestellt.

Im Jahr 1909 bestehen vier Linien: Bahnhof - Sanderau, Grombühl - Zellerau ergänzt durch die Trasse Wörthstraße - Oberzell und Bahnhof - Steinbachtal mit der Endhaltestelle am Waldhaus in den Steinbachtal-Anlagen.

Ab 1920 wurde der gesamte Betrieb ausgesetzt, 1924 wieder aufgenommen mit der Gründung der "Neue Würzburger Straßenbahnen GmbH". 1925 öffnete die Verlängerung der Grombühler Linie zum Klinikviertel, seit 1929 fährt die Straßenbahn bis nach Heidingsfeld. Diese Linie wurde 1989 bis zum Heuchelhof und 1997 schließlich bis Rottenbauer verlängert.

[Bearbeiten] Planung

[Bearbeiten] Linie 6

In Planung befindet sich eine sechste Straßenbahnlinie, sie soll die Universität am Hubland, sowie den neu entstehenden Stadtteil auf dem Gebiet der ehemaligen Leighton-Barracks anbinden. Die Trasse soll an der Residenz entlang über das Frauenland verlaufen und bis 2017 fertiggestellt sein. Der Stadtrat stimmte im Juli 2011 mit großer Mehrheit für die Einleitung des Planfeststellungsverfahrens.

[Bearbeiten] Grombühl

Die Straßenbahngleise im Grombühl sollen an der Josef-Schneider-Straße bis in die Oberdürrbacher Straße um 1,3 km verlängert werden. Am Streckenende ist eine Wendeschleife mit ca. 90 Park&Ride-Stellplätzen geplant[3].

[Bearbeiten] Betriebshöfe

Die Würzburger Straßenbahn GmbH (WSB) besitzt in Würzburg zwei Betriebshöfe: Stammsitz ist der Betriebshof Sanderau in der Friedrich-Spee-Straße (Haltestelle Fechenbachstraße), der in seiner jetzigen Form 1984 fertiggestellt wurde und ist für die Unterbringung, Wartung und Reparatur von etwa 30 Straßenbahnwagen und 75 Stadtbussen konzipiert ist. Der Betriebshof Heuchelhof-Rottenbauer wurde im Jahr 1989 nach der Erweiterung des Liniennetzes als Zweigbetrieb der Würzburger Straßenbahn GmbH (WSB) in der Stauffenbergstraße/Ecke Delpstraße (Haltestelle Max-Mengeringhausen-Straße) im Stadtbezirk Heuchelhof in Betrieb genommen.

[Bearbeiten] Fuhrpark

Straßenbahnzug Typ GT-E an der Haltestelle Königsberger Straße

Für den regulären Betrieb verfügt die Würzburger Straßenbahn über 41 Bahnen[4]:

  • Die neuesten 20 Wagen vom Typ LHB/Siemens GT-N (Baujahr 1996) wurden zur Eröffnung der Rottenbauerer Straba-Anbindung erworben. Sie tragen die Nummern 250 bis 269. Die Bahnen sind komplett niederflurig angelegt.
  • Mit dem Linienausbau zum Heuchelhof erwarb die WSB die ersten Bahnen mit einem Niederflurbereich in der Mitte. Es handelt sich dabei um 14 acht-achsige Wagen von Linke-Hofmann-Busch (LHB) und Siemens mit 32 m Länge und 2,40 m Breite (Bautyp GT-E, Baujahr 1988/89). Sie sind mit den Nummern 201 bis 214 im regulären Betrieb.
  • Aus dem Jahr 1975 stammen vier Wagen des Typs GTW-D8 von Duewag/BBC. Sie tragen die Nummern 243-46. Weitere zwei Wagen desselben Typs stammen aus dem Jahr 1968 (Wagen 236 und 238). Älteste Bahn im regulären Betrieb ist der Wagen Nummer 272, Duewag GT-H von 1962.

Alle Fahrzeuggattungen besitzen die übliche Spurweite von 1.000 Millimeter (Deutsche Bahn: 1435 Millimeter) und erhalten ihren Strom über 750 Volt Gleichstrom-Oberleitungen. Zusätzlich gibt es einen Schleifwagen (Duewag/BBC-GT6 von 1963) und eine E-Lok der Maschinenfabrik Emil Keßler, Esslingen von 1946. Als Partybahn Schoppen-Express verkehrt eine historische Straßenbahn aus dem Jahr 1955. Diese Bahn wird zur Weihnachtszeit immer zu einer Nikolaus-Bahn umgebaut.

Detaillierte Informationen und Fachberichte zu den Schienenfahrzeugen: [1] [2]

[Bearbeiten] Sonstiges

[Bearbeiten] Interessengemeinschaft Würzburger Straßenbahn

Die Interessengemeinschaft Würzburger Straßenbahn e.V. (IWS)[5] ist ein unabhängiger und gemeinnütziger Verein, in dem sich Fahrgäste, Stadt- und Verkehrsplaner, Ingenieure und Politiker gemeinsam für die Förderung und den Ausbau des ÖPNV im Raum Würzburg einsetzen. Aktuelle Entwicklungen werden analysiert und Verbesserungsvorschläge erarbeitet. Der Verein sieht sich auch als Interessenvertretung der Fahrgäste gegenüber Politik, Verwaltung und Verkehrsbetrieben.

[Bearbeiten] Lyrik in der Straßenbahn

Seit 1991 wurden unter dem Namen "Lyrik auf Achse" verschiedenste Gedichte in den Wägen präsentiert. Diese der Unterhaltung und der Anregung zum Denken dienende kulturelle Aktion war eine Idee des Schriftstellers Karl Hochmuth. Die gesammelten Texte wurden jährlich in Lyrikbändchen mit dem Titel "WegWeisungen" (mind. 4 Bände erschienden) publiziert. [6]

[Bearbeiten] siehe auch

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. WVV-Service
  2. Main-Post zum Blindeninformationssystem
  3. Bericht der Main-Post, 21.2.2011
  4. Details zum Fuhrpark auf nahverkehr-franken.de
  5. Interessengemeinschaft Würzburger Straßenbahn e.V.
  6. Otto Schmitt-Rosenberger: Würzburger Literaten : Die mit dem Herzen schrieben erschienen in Bayerisches Kulturmosaik Heft 1/1997 Stadtporträt Würzburg, S. 48
Würzburger Straßenbahn
Würzburger Straßenbahnlinien: Linie 1, Linie 2, Linie 3, Linie 4, Linie 5, Linie 6 (geplant)
Übersichtsseiten: Straßenbahn, Geschichte der Straßenbahn
Haltestellen mit mindestens 3 Linien: Sanderring, Neubaustraße, Rathaus, Dom, Dominikanerplatz (ehemalig), Juliuspromenade, Barbarossaplatz (ehemalig), Hauptbahnhof West
Siehe auch: Buslinien