Spiegelkabinett

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Abbildung in Röttger, 1929
Postkarte (ca 1920)

Das Spiegelkabinett ist ein Saal in der Würzburger Residenz.

Geschichte und Besonderheiten[Bearbeiten]

Das Spiegelkabinett wurde in den Jahren von 1740 bis 1745 eingerichtet und ist durchgehend mit Spiegelglas ausgestattet. Während es in vielen Spiegelsälen des Barock und Rokoko üblich war, vor den in die Wand eingelassenen Spiegeln Porzellanfiguren zu positionieren, bediente man sich in Würzburg zum größten Teil der Hinterglasmalerei. So konnten Personen- und Szenendarstellungen direkt auf der Spiegelebene abgebildet werden, ohne diese zu verstellen.

Die Bemalungen wurden von Schülern des schweizer Malers Johann Rudolf Byss ausgeführt und mit blattvergoldetem Stuck von Antonio Bossi verbunden.

Im Zweiten Weltkrieg wurde das wohl kostbarste Zimmer beim Brand der Residenz am 16. März 1945 komplett zerstört. Im Jahr 1979 begann die acht Jahre dauernde Rekonstruktion des Spiegelkabinetts, die auf alten Aufnahmen, Fragmenten und geretteten Einrichtungsgegenständen basierte.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]