Schloss Werneck

Aus WürzburgWiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Das Schloss Werneck in Werneck, bei Schweinfurt, ca. 25 km nordöstlich von Würzburg ist eine ehemalige Sommerresidenz der Fürstbischöfe mit einem Schlosspark. Es wurde zwischen 1733 und 1745 durch Balthasar Neumann (1687 — 1753) geplant und erbaut. Es gilt als eines der Hauptwerke Neumanns. An der Planung war auch der Wiener Architekt Lukas von Hildebrandt beteiligt. Mit der Weihe der erhaltenen Kapelle 1745 war das Schloss schließlich vollendet. Ein Jahr später starb der Auftraggeber.

Danach wurde es bis 1803 von den Würzburger Bischöfen genutzt und gehört heute dem bayerischen Staat und seinem Volk. Besichtigt werden können derzeit nur der Schlosspark und die Schlosskapelle. Denn dort sind eine orthopädische (120 Betten) und psychiatrische Klinik (290 Betten) und das Pflegeheim Albert-Schweitzer-Haus (60 Pflegeplätze, alle vom Bezirk Unterfranken) untergebracht. 1855 wurde die Heil- und Pflegeanstalt als Kreisirrenanstalt umgenutzt. Maximal lebten hier 800 PatientInnen. Im Oktober 1940 wurde die Heil- und Pflegeanstalt "geräumt", das heißt, dass von den damaligen PatientInnen ca. 370 in Tötungsanstalten der sogenannten "Aktion T 4" verlegt und dort umgebracht wurden (Grafeneck bzw. Hadamar). Die übrigen Patient/Innen wurden größtenteils in die Heil- und Pflegeanstalt Lohr verlegt. Erst 1957 lebte die Klinikfunktion wieder auf.

Ursprünglich wurde es für den Fürstbischof Friedrich Karl von Schönborn errichtet. Das Treppenhaus ging durch die späteren Umbauten verloren.

Der barocke Fasanengarten wurde später um einen See herum in einen englischen Landschaftsgarten umgewandelt.

[Bearbeiten] Informationen

Im Foyer des Orthopädischen Krankenhauses befindet sich eine kleine Dauerausstellung über das Schloss.

[Bearbeiten] Weblinks